Kinderrechte sind kein Nice-to-have!

Wien (OTS) – Zum Tag der Kinderrechte am 20. November fordern die
Kinderfreunde
entschlossene Maßnahmen, damit Kinderrechte in Österreich endlich
lückenlos gelten – in jeder Gemeinde, in jeder Einrichtung und für
jedes Kind.

„Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie haben eigene Rechte,
und diese müssen endlich überall und vor allem für alle Kinder
umgesetzt werden – vom Sportverein bis zur Schule“, betont Jürgen
Czernohorszky, Vorsitzender der Kinderfreunde. „Es darf auf keinen
Fall passieren, dass Kinder die Leidtragenden von aktuellen Kürzungen
werden.“

Zum diesjährigen Internationalen Tag der Kinderrechte legen die
Kinderfreunde ihren Fokus auf folgende Maßnahmen:

Zwtl.: Kinderschutz verpflichtend und flächendeckend

„Jede Organisation, die mit Kindern arbeitet, braucht
verbindliche und geprüfte Kinderschutzkonzepte“, fordert
Czernohorszky. „Dazu zählen klare Meldewege, regelmäßige Schulungen
für alle Beteiligten und externe Qualitätskontrollen.“

Zwtl.: Inklusive Bildung statt Sonderschulen

„Bildungseinrichtungen müssen so aufgestellt sein, dass alle
Kinder gemeinsam lernen können“, sagt Daniela Gruber-Pruner,
Bundesgeschäftsführerin der Kinderfreunde. „Das heißt:
multiprofessionelle Teams, ausreichende Ressourcen, Barrierefreiheit
und Unterstützung dort, wo Kinder sie brauchen.“

Zwtl.: Alle Therapien und Gesundheitsleistungen für alle Kinder

„Der Zugang zu medizinischer und therapeutischer Versorgung darf
nicht vom Einkommen oder der Postleitzahl abhängen“, so Gruber-
Pruner. „Wir brauchen österreichweit genügend Kassenplätze, kurze
Wartezeiten und einen kräftigen Ausbau der Kinder- und
Jugendgesundheit – von der Primärversorgung bis zur Psychiatrie.“

Zwtl.: Ein gratis, ganztägiger und ganzjähriger Kindergartenplatz für
jedes Kind

„Frühkindliche Bildung ist ein Recht – kein Luxus“, unterstreicht
Czernohorszky. „Kostenfrei, ganztägig, ganzjährig und mit bester
pädagogischer Qualität ausgestattet: mit kleinen Gruppen, gutem
Betreuungsschlüssel und Öffnungszeiten, die Familien wirklich
nützen.“

Zwtl.: Kindergrundsicherung einführen und Kinderarmut beseitigen

„Die Zahlen zeigen ganz deutlich – wir brauchen die
Kindergrundsicherung. Jedes Kind, das in Armut leben muss, erlebt Tag
für Tag die Verletzung seiner Rechte. Kinderarmut gehört in die
Geschichtsbücher – nicht in den Alltag von Kindern“, fordert Gruber-
Pruner.

„Kinderrechte stehen nicht nur in der Verfassung, sie sind auch
unser aller Verpflichtung“, ziehen die Kinderfreunde Bilanz. „36
Jahre nach der Beschlussfassung der Kinderrechte gilt es endlich,
alle Kinderrechte für alle Kinder zum Leben zu erwecken.“