Klagenfurt am Wörthersee (OTS) – Als gelungenen und glaubwürdigen
Startschuss in eine neue Phase der
Wirtschaftskammerorganisation bezeichnete heute Kärntens
Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl die heute nach wochenlangen
Diskussionen mit Spannung erwartete Sitzung des WKO-
Wirtschaftsparlaments. Ausdrücklich dankte Mandl der
geschäftsführenden Vizepräsidentin Martha Schultz, die sich in einem
schwierigen Moment dazu bereiterklärt habe, die teils parteipolitisch
entgleisten Diskussionen um Kammern und Sozialpartnerschaft auf eine
sachliche Gesprächsebene zurückzuführen.
Auch er unterstütze den gemeinsamen Reformantrag aller
Fraktionen, der schon im kommenden Jahr erste konkrete
Anpassungsschritte vorsieht, erklärte Mandl: „Wir werden nächstes
Jahr das 175-jährige Jubiläum der WK Kärnten feiern. Das soll ein
kurzer stolzer Blick in eine erfolgreiche Vergangenheit sein und ein
sorgfältiges Nachdenken darüber, was eine Unternehmervertretung im
21. Jahrhundert können und leisten muss.“
So sehr Mandl für eine Evolution der Wirtschaftskammer eintritt,
so entschieden lehnt er die von manchen Seiten geforderte Revolution
ab. Der Fundamentalkritik an der Gesamtorganisation bis hin zu einer
sofortigen Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft erteilte Mandl eine
klare Absage: „In den vergangenen Monaten hat die Wirtschaftskammer
durch ihre Mitwirkung an der Senkung der Körperschaftssteuer auf 23
Prozent, der spürbaren Anhebung der Pauschalierung für Kleinbetriebe,
der Erhöhung von Investitionsprämie und Investitionsfreibetrag bis
hin zur gebührenfreien Meisterprüfung und der NoVA-Befreiung für
leichte Nutzfahrzeuge ihre wichtige Rolle für die heimischen Betriebe
unter Beweis gestellt. Oder glaubt tatsächlich jemand, das wäre der
Politik von alleine eingefallen?“
Die Wirtschaftskammer Kärnten werde sich jedenfalls aktiv in den
bevorstehenden Reformprozess einbringen. Mandl: „Ich stehe persönlich
dafür ein, dass wir vorbehaltslos Strukturen und Abläufe hinterfragen
und modernisieren, um noch schlagkräftiger für unsere
Unternehmerinnen und Unternehmer zu werden. Wir werden aber sicher
nicht zulassen, dass das durch parteipolitischen Einfluss von außen
geschieht, sondern werden gewährleisten, dass der Wandel aus der
Organisation selbst kommt!“