Kärnten: IG Camping Kärnten übermittelt gesammelte Stellungnahme zur geplanten Aufenthaltsabgabe an Landesregierung

Spittal/Drau (OTS) – Die IG Camping Kärnten hat ihre gesammelte
Stellungnahme zur
geplanten, deutlich erhöhten Aufenthaltsabgabe offiziell an die
Kärntner Landesregierung übermittelt. Ziel der
Interessensgemeinschaft ist es, die Vielfalt der Betriebe zu erhalten
und leistbare Angebote für Gäste zu sichern. In der Stellungnahme
äußert die IG massive Bedenken gegenüber der aktuellen Vorlage und
präsentiert konkrete Alternativmodelle.

„Wir unterstützen eine Weiterentwicklung des Tourismusgesetzes,
aber die geplante Aufenthaltsabgabe ist für Campingbetriebe
wirtschaftlich nicht tragbar “, erklären die Hauptinitiatoren Arndt
Burgstaller, Josef Kolbitsch, Georg Mößler, Andreas Pirker und
Andries van der Haar. „Die Belastung stünde in keinem Verhältnis zu
den Nächtigungspreisen und gefährdet die familiengeführten Betriebe
ernsthaft.“

Zwtl.: Unverhältnismäßige Abgabenlast

Über alle Saisonzeiten hinweg beträgt die Steuer- und Abgabenlast
– gemessen am vom Gast tatsächlich bezahlten Preis – im Kärntner
Campingbereich teilweise über einem Drittel des Netto-
Nächtigungspreises.

Zwtl.: Preistreiber ohne Mehrwert

Besonders deutlich zeigt sich die Problematik in der Nebensaison:
Bei „Sparkarten“-Tarifen von 25,00 bis 29,00 Euro pro Nacht für zwei
Personen würde allein die Anhebung der Aufenthaltsabgabe den
Nächtigungspreis um 7,6 bis 14,2 Prozent erhöhen. Österreich kämpft
bereits jetzt mit einer spürbaren Teuerung in nahezu allen
Lebensbereichen – eine zusätzliche Erhöhung dieser Art würde die
Preisspirale weiter antreiben , ohne einen positiven Impuls für
Bevölkerung, Wirtschaft oder Gäste zu setzen.

Zwtl.: Kernpunkte der Stellungnahme

– Ablehnung des Fixbetrags von 4,00 bzw. 4,50 Euro pro Nacht und Gast

– Forderung nach einem prozentualen Modell basierend auf dem
Nächtigungspreis – analog zu Wien – oder einem gestaffelten Ansatz
nach Unterkunftsarten wie in Südtirol, Italien oder der Steiermark

– Warnung vor negativen Auswirkungen auf ein preissensibles
Kernsegment des Kärntner Tourismus

Die vollständige Stellungnahme ist auf der Homepage der IG
Camping Kärnten abrufbar.

Zwtl.: Hohe Beteiligung und breiter Rückhalt

Die Initiative stößt auf außergewöhnlich große Unterstützung
innerhalb der Campingbranche. Auch Campingführer, Gemeinden,
Tourismusverbände und Kammern haben eigene Stellungnahmen eingebracht
und und kritisieren die unverhältnismäßig hohe Belastung insbesondere
für preisgünstige Beherbergungsbetriebe – von Privatzimmern über
Urlaub am Bauernhof bis hin zu Campingplätzen. Mehrere Expertisen
warnen zudem vor einem Rückgang der Nächtigungen sowie einem
möglichen Anstieg des Wildcampens , sollte der Entwurf in dieser Form
beschlossen werden.