Wien (OTS) – Die geplante Erhöhung der Wiener Ortstaxe von 3,2 auf
8,5 Prozent
stößt auf deutliche Kritik. Statt eigene Ausgaben zu prüfen oder
Einsparpotenziale zu nutzen, wird die Ortstaxe als reine
Einnahmequelle missbraucht. „Es ist völlig unverständlich, warum die
Stadt Wien die Ortstaxe in einem solchen Ausmaß erhöhen will. Anstatt
selbst zu sparen und effizient zu wirtschaften, entscheidet man sich
für zusätzliche Belastungen. Denn die Ortstaxe ist ja schon jetzt
kein Fixbetrag, sondern ein Prozentsatz des Zimmerpreises – und
steigt daher ohnehin automatisch mit der Inflation“, kritisiert
Finanzsprecher Manfred Juraczka.
Auch Tourismussprecher Karl Mahrer warnt vor den Folgen für den
Standort: „Eine so starke Erhöhung ist nicht nur ein harter Schlag
für die Hotellerie, sondern auch ein Imageschaden für Wien als
Tourismusmetropole. Es geht hier um eine relative Erhöhung von knapp
166 Prozent! Die Stadt setzt auf Einnahmensteigerung, statt selbst
verantwortungsvoll zu wirtschaften.“
Juraczka und Mahrer abschließend gemeinsam: „Wien lebt vom
Tourismus – und der Tourismus lebt von fairen Rahmenbedingungen. In
Zeiten des internationalen Wettbewerbs können wir es uns nicht
leisten, Gäste und Betriebe zusätzlich zu belasten. Mit dieser
unverhältnismäßigen Erhöhung schadet die Stadt auch langfristig dem
Standort selbst. Wer Einnahmen steigern will, sollte zuerst selbst
sparen.“