Wien (OTS) – Die Junge Industrie begrüßt den Vorstoß von
Bundeskanzler Christian
Stocker für einen österreichischen Staatsfonds ausdrücklich. „Der
Vorschlag bestätigt unsere grundlegende Haltung: Ohne Kapitalmarkt
wird sich die Altersvorsorge für die junge Generation nicht ausgehen.
Dass diese Erkenntnis von Bundeskanzler Stocker geteilt wird, ist
eine sehr gute Nachricht“, sagt Eduard Fröschl, Bundesvorsitzender
der Jungen Industrie .
Entscheidend sei nun die Ausstattung: „Der Kanzler spricht von
rund 700 Millionen Euro pro Jahr. Das ist ein wichtiger erster
Schritt, gemessen an einer jährlichen Deckungslücke von 34 Milliarden
Euro sind es aber rund zwei Prozent. Ein Fonds, der nur aus laufenden
Erträgen gespeist wird, bleibt unter seinem Potenzial. Damit aus der
richtigen Idee ein echter Generationenfonds wird, braucht es
Startkapital. Zu überlegen wäre hier eine teilweise Verwertung von
ÖBAG-Beteiligungen, selbstverständlich unter Wahrung strategischer
Kernbeteiligungen“, so Fröschl.
Das ÖBAG-Portfolio war laut Agenda Austria Ende 2025 rund 30
Milliarden Euro schwer. „Erlöse aus Beteiligungen fließen bis heute
ohne Zweckwidmung ins allgemeine Bundesbudget. Norwegen hat einen
anderen Weg gewählt: veranlagt statt verbraucht, mit klaren Regeln
und voller Transparenz. Die Ausgangslage ist bei uns eine andere, das
Prinzip dahinter funktioniert aber unabhängig von der Einnahmequelle:
Wer langfristig und breit gestreut veranlagt, baut Substanz auf.
Diese Chance hätten wir auch“, betont Fröschl.
Wie dringend ein kapitalgedeckter Polster ist, zeigt der von der
Jungen Industrie erhobene Pension Overshoot Day: Seit 10. August ist
Österreichs Pensionssystem heuer rechnerisch auf Steuergelder
angewiesen. „Jeder klug veranlagte Euro entlastet morgen das
Umlagesystem. Das wäre das stärkste Signal an alle, die heute
einzahlen und sich fragen, was für sie übrig bleibt. Dann könnte es
sich vielleicht sogar wirklich ausgehen“, ergänzt Fröschl
abschließend.