Wien (OTS) – Testamentsspenden gewinnen in Österreich weiter an
Bedeutung: 122
Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr für gemeinnützige Zwecke
vererbt – ein neuer Höchstwert. Laut Hochrechnung des Fundraising
Verband Austria stammt damit rund jeder neunte Spendeneuro aus einem
Testament. Auch die österreichische Entwicklungsorganisation Jugend
Eine Welt, langjähriges Mitglied von „Vergissmeinnicht – Die
Initiative für das gute Testament“, sieht in dieser Entwicklung ein
starkes Zeichen gelebter Solidarität über das eigene Leben hinaus.
„Testamentsspenden sind für unsere Arbeit von unschätzbarem Wert,
weil sie langfristige Perspektiven ermöglichen“ , betont Jugend Eine
Welt-Geschäftsführer Reinhard Heiserer . „Viele Menschen möchten mit
ihrem Nachlass etwas Bleibendes schaffen. Diese Form des Gebens
erlaubt es uns, nachhaltige Bildungs- und Entwicklungsprojekte für
benachteiligte Kinder und Jugendliche weltweit umzusetzen und die
Arbeit unserer Organisation nachhaltig zu stärken.“
Wachsende Bedeutung durch gesellschaftlichen Wandel
In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Aufkommen von
Testamentsspenden mehr als verdoppelt. Gründe dafür sind unter
anderem der demografische Wandel sowie der Wunsch vieler Menschen,
über ihr Leben hinaus positive Spuren zu hinterlassen. Besonders
häufig entscheiden sich kinderlose und alleinstehende Personen für
diese Form der Unterstützung. „Wir erleben immer wieder, dass
Menschen sehr bewusst entscheiden, ihr Vermögen für jene einzusetzen,
die weniger Chancen im Leben haben. Diese Form der Solidarität
verdient größten Respekt und von Herzen ein großes Dankeschön. Denn
sie wirkt weit über Generationen hinaus“ , so Heiserer.
Zeichen des Dankes in Schönbrunn
Als sichtbares Zeichen des Dankes setzten die Mitgliedsorganisationen
von „Vergissmeinnicht – Die Initiative für das gute Testament“ am 8.
April im Wiener Schlosspark Schönbrunn ein symbolisches Dankeschön:
Durch das Pflanzen von Vergissmeinnicht-Blumen wurde traditionell den
zahlreichen Testamentsspenderinnen und -spendern gedacht. Zusätzlich
verteilte Jugend Eine Welt, gemeinsam mit den anderen
Vergissmeinnicht-Mitgliedern, tausend Blumentöpfe mit Samen an die
Bevölkerung. „Jede einzelne Testamentsspende lässt neue Projekte
wachsen und trägt dazu bei, Zukunft zu schenken“ , so Heiserer.
„Gerade in der Entwicklungszusammenarbeit bedeutet das konkret:
Bildung, Schutz und Perspektiven für Kinder und Jugendliche, die
sonst kaum Chancen hätten.“
Großer Informationsbedarf in der Bevölkerung
Trotz steigender Bedeutung ist das Thema Vererben für viele Menschen
allerdings noch immer mit Unsicherheiten verbunden: Nur rund ein
Drittel der über 40-Jährigen hat bereits ein Testament erstellt,
während sich etwa die Hälfte unzureichend informiert fühlt. Im
Frühling finden daher wieder – im Zuge der „Wochen des guten
Testaments“ – österreichweit zahlreiche kostenlose
Informationsveranstaltungen statt, bei denen Notarinnen und Notare
kompetent über alle Aspekte der vielfältigen Erbschaftsthemen
informieren. Termine und Orte, bei denen auch Jugend Eine Welt
vertreten sein wird, gibt es auf der Website unter
www.jugendeinewelt.at/termine . Jugend Eine Welt lädt alle
Interessierten zu diesen unverbindlichen Vorträgen herzlich ein. „Wir
können nur dazu ermutigen, sich frühzeitig mit dem eigenen Testament
auseinanderzusetzen“ , empfiehlt Heiserer. „Es schafft Klarheit für
die eigenen Angehörigen und eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit,
mit einem Teil des Nachlasses nachhaltig Gutes zu bewirken.“
Gedenkstätte als Ort des Erinnerns und der Dankbarkeit
Mit der Jugend Eine Welt-Gedenkstätte am Hietzinger Friedhof (Grab
Nr. 7, Reihe 2, Gruppe 68) befindet sich ein besonderer Ort des
Dankes mitten in Wien. Hier gedenkt Jugend Eine Welt aller seiner
verstorbenen Testamentsspenderinnen, Förderer und Projektpartner.
Eine vom Tiroler Künstler Isidor Winkler geschaffene, lebensgroße
Statue von Don Bosco zeigt den Jugendheiligen umringt von drei
Kindern mit Symbolen für Zuneigung (Umarmung), Lernen (Buch),
Ausbildung (Zange), Spiel (Ball) und Zusammengehörigkeit (Wimpel).
Um diesen besonderen Ort erlebbar zu machen, lädt Jugend Eine
Welt am Mittwoch, 3. Juni 2026, zu einem geführten Rundgang über den
Friedhof Hietzing ein. Treffpunkt ist um 15:00 Uhr beim Haupteingang
Tor 1 (Montecuccoliplatz, 1130 Wien). Die rund 90-minütige Führung (
ca. 1 km Wegstrecke) wird von Fremdenführerin Barbara Wehr geleitet
und verbindet die Besichtigung der Jugend Eine Welt-Gedenkstätte mit
einem Streifzug durch die österreichische Geschichte. Dabei werden
unter anderem die Gräber von Otto Wagner, Franz Grillparzer, Johann
Strauss (Sohn) und Gustav Klimt besucht. Im Anschluss sind alle
Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem gemütlichen Ausklang bei
einem Getränk eingeladen. Der Rundgang findet bei jedem Wetter (außer
Starkregen) statt.
Anmeldung zum Rundgang am Hietzinger Friedhof am 3. Juni 2026:
Bis 27. Mai 2026 via WhatsApp an 0664 / 88 59 38 36 oder per E-Mail
an [email protected]
Telefonisch unter: 01 / 879 07 07 – 0
Weiterführende Informationen zum Thema Testamentsspenden finden
Sie hier: www.jugendeinewelt.at/testament .
Jugend Eine Welt-Spendenkonto: AT66 3600 0000 0002 4000 |
Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden | Spenden sind
steuerlich absetzbar!