Wien (OTS) – Lebensmittel gehören nicht in den Müll – und dennoch
landet jede
dritte weltweit produzierte Tonne im Abfall. Allein in Österreich
werden laut aktuellen Schätzungen jährlich über eine Million Tonnen
Lebensmittel weggeworfen, rund 521.000 Tonnen davon in privaten
Haushalten. Ein großer Teil davon wäre vermeidbar: Expert:innen gehen
von etwa 358.000 Tonnen aus – das sind etwa 40 Kilogramm pro Kopf.
Zwtl.: #Safe2Eat-Kampagne: Verbraucher:innen besser informieren
Die europäische Informationskampagne #Safe2Eat , an der sich
Österreich über die AGES aktiv beteiligt, setzt genau hier an: Sie
informiert über Lebensmittelsicherheit und hilft Konsument:innen,
unter anderem Haltbarkeitskennzeichnungen richtig zu verstehen.
Gesundheitsministerin Korinna Schumann betont: „Lebensmittel sind
kostbar, sowohl im Alltag als auch für unsere Gesundheit. Wer den
Unterschied zwischen „mindestens haltbar bis“ und „zu verbrauchen
bis“ kennt, richtig lagert und kreativ verwertet, kann nicht nur
Abfälle reduzieren, sondern auch einen aktiven Beitrag zu Gesundheit
und sozialer Verantwortung leisten. Mit der Initiative #Safe2Eat
wollen wir das Bewusstsein für den verantwortungsvollen Umgang mit
Lebensmitteln stärken. Denn informierte Entscheidungen helfen,
Qualität zu sichern, Ressourcen zu schonen und Verschwendung zu
vermeiden.“
AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner erklärt: „Wir bei
der AGES setzen uns für eine wissenschaftlich fundierte und
nachhaltige Ernährung in Österreich ein. Mit der Kampagne #Safe2Eat
tragen wir aktiv dazu bei, das Bewusstsein für den sicheren Umgang
mit Lebensmitteln zu stärken. Zusätzlich haben wir die
österreichischen Ernährungsempfehlungen aktualisiert, um
Konsument:innen eine alltagstaugliche Orientierung für eine
ausgewogene und umweltbewusste Ernährung zu bieten. So stärken wir
die Ernährungskompetenz in der Bevölkerung vom Einkauf bis hin zur
Verwertung.“
Dafür von zentraler Bedeutung: Während das
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) angibt, bis wann ein ungeöffnetes
Produkt bei korrekter Lagerung seine typischen Eigenschaften wie
Geschmack oder Konsistenz garantiert behält – ohne automatisch
verdorben zu sein –, kennzeichnet das Verbrauchsdatum leicht
verderbliche Lebensmittel, die nach Ablauf nicht mehr sicher verzehrt
werden sollten ( hier mehr ). Auch das Klima profitiert von
vielfältiger Ernährung und weniger Lebensmittelabfällen: Wer sich für
saisonale und regionale Zutaten entscheidet, kann seinen eigenen CO₂-
Fußabdruck um bis zu 30 % senken. Gleichzeitig eröffnet diese
Vielfalt die Möglichkeit, abwechslungsreicher und gesünder zu essen.
Gerade Gemüse überzeugt mit einer reichen Palette an Aromen, Farben
und Zubereitungsmöglichkeiten und hilft dabei, Mahlzeiten nachhaltig
und genussvoll zu gestalten.
Beispiele dafür finden sich in von der AGES und der HBLA
Pitzelstätten entwickelten Kochbuch „ Genuss mit Gemüse “, das 51
saisonale Rezepte für jeden Geschmack bietet – von Spinat-Pancakes
über Bärlauch-Hummus bis zu Süßkartoffel-Donuts. Es zeigt, wie man
das ganze Jahr über mit heimischem Gemüse kreativ kochen kann. Das
Kochbuch soll dazu anregen, die regionale Vielfalt bewusst zu nutzen
und damit einen Beitrag zu einer ressourcenschonenden Ernährung zu
leisten. Ergänzend dazu bietet die Folge „ Ernährungspyramide:
Gesundheit & Planeten retten – durch Ernährung?! “ des AGES-Podcasts
Mut zum Risiko spannende Einblicke in die österreichischen
Ernährungsempfehlungen und deren praktische Umsetzung im Alltag.
Weitere Informationen zum Thema: #Safe2Eat-Kampagne |
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz | Podcast „Mut zum Risiko“ | Küchenhygiene-Tipps |
Österreichische Ernährungsempfehlungen | Kochbuch „Genuss mit Gemüse“
| AGES bei Instagram | Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (
EFSA)
Weitere Materialien zur Kampagne finden Sie hier .