St. Pölten (OTS) – Im Vorjahr seinen in allen Regionen
Niederösterreichs Stammtische
veranstaltet worden, um zu sehen, wo die Gemeinden der Schuh drücke
und was die Dörfer und Städte für die Zukunft brauchten, erinnerte LH
-Stv. Stephan Pernkopf am heutigen Freitag in Gossam, wo er gemeinsam
mit Johannes Wischenbart, dem Geschäftsführer der NÖ Dorf- und
Stadterneuerung, Maria Forstner, der Obfrau des Vereins NÖ Dorf- und
Stadterneuerung, und Elisabeth Eßbüchl, der Obfrau des Vereins für
Dorferneuerung und Kulturinitiativen Gossam – Grimsing –
Schallemmersdorf, die diesjährigen Schwerpunkte der Dorf- und
Stadterneuerung präsentierte.
In Bezug auf die damals genannten Hauptanliegen einer spürbaren
Entlastung, um das Leben für die Gemeinden leichter zu machen, und
einer unbürokratischen Unterstützung bei der Erneuerung der Dörfer
und Städte gebe es im wesentlichen zwei Förderschienen, führte
Pernkopf aus: „Die Förderung ‚Lebendige Orte‘ dient der Belebung der
Herzkammern des Gemeinschaftslebens, sie beträgt bis zu 20.000 Euro.
Und ‚Stolz auf unser Dorf‘ fördert mit maximal 2.500 Euro Projekte
wie Sanierungen, die Revitalisierung von Dorfhäusern etc. Auch kleine
Förderungen haben große Bedeutung: In den letzten zwei Jahren konnten
500 Projekte umgesetzt werden.“
Als weitere Punkte nannte der LH-Stellvertreter mehr persönlichen
Service durch die neu geschaffenen Regionalberater, Unterstützung im
Bereich der Digitalisierung und verstärkte Kooperationen etwa beim
Beschaffungsservice. „Das Motto dabei lautet: Zusammenarbeiten, nicht
zusammenlegen“, sagte Pernkopf und erteilte auch Vorschlägen zu
Gemeindezusammenlegungen eine klare Absage: „Gemeinden sind Heimat
und Identität. Wer sich mit unseren Gemeinden anlegt, der legt sich
mit mir an. Wir brauchen mehr Sicherheit statt Verunsicherung, mehr
Heimat- und Mutmacher – wie unsere über 800 Dorferneuerungsvereine.“
Johannes Wischenbart nannte als einreichbare Beispiele für die
nächste Tranche der Förderung „Stolz auf unser Dorf“ vom 27. März bis
30. April die Sanierung von Dorfgemeinschaftshäusern, die Gestaltung
und Begrünung öffentlicher Plätze, die Restaurierung kultureller
Denkmäler sowie Bewegungsangebote. Als Reaktion auf eine Umfrage
unter den 800 Vereinen, in der die Erleichterung von
Verwaltungsaufgaben und die Unterstützung bei der Mitgliedergewinnung
an oberster Stelle gestanden seien, gebe es kostenlose Angebot zum
Thema Digitalisierung in Form von Webinaren sowie ein
Kommunikationsangebot mit Logos etc.
Für 2026 kündigte Wischenbart ein Maßnahmenpaket mit weiteren
Schwerpunkten an. „Digitalisierung mit ‚Digi-Kompass‘ und ‚Digi-
Schmieden‘, Gemeindekooperationen zur Kostenersparnis, Förderungen
für Ortskernentwicklungsprojekte bis zu 20.000 Euro, das
Beschaffungsservice mit zum Beispiel Einsparungen bis zu 3.000 Euro
bei E-Autos, die Beratungsgespräche des Kommunalen Förderzentrums
sowie der persönliche Kontakt mit den Regionalberatern und –
beraterinnen.“
Maria Forstner sagte: „Unsere Stärke, um die Gemeinschaft im Ort
zu stärken, liegt in einer Mischung der Generationen. Eine gute
Dorfgemeinschaft ist das allerwichtigste“ und kündigte für heuer
wieder Dorfgespräche in allen Vierteln Niederösterreichs an (das
erste am 26. Februar im Industrieviertel), um Erfahrungen
auszutauschen und die Angebote der Dorf-Stadterneuerung vorzustellen.
Elisabeth Eßbüchl stellte ihren vor 39 Jahren gegründeten und
heute aus 50 Familienmitgliedschaften und weiteren 20
Einzelmitgliedern bestehenden Verein und das Dorfhaus vor: „Das
leerstehende und schon schwer renovierungsbedürftige ehemalige
Dorfwirtshaus ist in einigen tausend freiwilligen Arbeitsstunden zu
einem gut frequentierten Ort für Kulturveranstaltungen, Vereinsfeste,
aber auch Vorträge, private Feierlichkeiten etc. geworden.“
Nähere Informationen beim Büro LH-Stv. Pernkopf unter 02742/9005-
12704 und e-mail [email protected] .