Wien (OTS) – Die aktuellen Gutachten der Alterssicherungskommission
zu
gesetzlicher Pensionsversicherung und Beamtenpensionen 2025 bis 2030
zeigen erneut einen dramatischen Anstieg der öffentlichen
Pensionsaufwendungen. Die Pensionen sind der mit Abstand größte
Budgetposten des Staates und auch jener, bei dem die Kosten
vollkommen aus dem Ruder gelaufen sind, was die Gutachten der
Alterssicherungskommission seit Jahren belegen. „Bei der notwendigen
finanziellen Konsolidierung des Staates führt am Pensionssystem kein
Weg vorbei. Eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen
Pensionsantrittsalters sowie eine Einschränkung bei den Frühpensionen
wird uns nicht erspart bleiben, wenn wir das Pensionssystem
generationengerecht und zukunftsfit gestalten wollen. Ein Zuwarten
kostet weiter Zukunftschancen“, so Christoph Neumayer,
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), anlässlich der
heutigen Sitzung der Alterssicherungskommission.
Der erst gestern veröffentlichte OECD-Bericht Pensions at a
Glance 2025 zeigt ebenfalls die massive Schieflage sowie den
strukturellen Reformbedarf im österreichischen Pensionssystem, gerade
auch im internationalen Vergleich. Österreich gehört nach wie vor zu
den Ländern mit besonders frühem Pensionsantritt, die öffentlichen
Pensionsausgaben als Anteil vom BIP liegen aktuell sowie in den
Langfristprognosen im absoluten Spitzenfeld, etwa beim
eineinhalbfachen Wert des OECD-Schnitts und deutlich höher als in
Deutschland, Dänemark, den Niederlanden oder Schweden. Die Analysen
der OECD zeigen auch, dass zahlreiche Länder ihr Regelpensionsalter
bereits auf 67 Jahre und darüber angehoben haben und im
internationalen Kontext 67 als das neue 65 zu qualifizieren ist. „Es
ist entscheidend, hier ehrlich Verantwortung zu übernehmen, um das
Pensionssystem wieder nachhaltig finanzierbar zu machen“, so Neumayer
abschließend.