Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) weist die Idee eine
Volksbefragung
über eine Erbschaftssteuer ins Spiel zu bringen, entschieden zurück.
Österreich ist bereits heute ein Hochsteuerland, neue Belastungen für
Eigentum und Unternehmensnachfolgen wären, auch mit Blick auf
Planbarkeit und Verlässlichkeit, ein völlig falsches Signal. Wer
mitten in einer Phase schwacher Konjunktur, hoher Kosten und massiver
Standortprobleme ständig neue Steuerfantasien in die Diskussion
einbringt, schürt Unsicherheit, gefährdet Investitionen,
Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes.
Eine Erbschaftssteuer würde insbesondere familiengeführte
Betriebe und den industriellen Mittelstand treffen, die das Rückgrat
des Wirtschaftsstandortes bilden. Statt populistischer
Umverteilungsdebatten braucht Österreich dringend Entlastung,
Reformen und Planungssicherheit. Steuerpolitische Alleingänge oder
symbolische Volksbefragungen helfen nicht weiter, vielmehr schaffen
sie nur Unsicherheit und lenken von den echten Herausforderungen ab.
Volksbefragungen sind bei grundlegenden Zukunftsfragen ein
sinnvolles demokratisches Instrument und sollten nicht für
parteipolitische Agenda-Setzungen missbraucht werden. Eine sinnvolle
Steuerpolitik braucht Stabilität, Planbarkeit und verantwortungsvolle
Entscheidungen und keine populistischen Kurzschlüsse.