Wien (OTS) – Mit der Wirtschaftsstrategie Niederösterreich 2030+ hat
das Land
heute die wirtschaftspolitische Leitlinie für die kommenden Jahre
vorgestellt. Die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ)
hat sich aktiv in den Entstehungsprozess eingebracht.
Zahlreiche industriepolitische Kernforderungen – vom Abbau
bürokratischer Hürden über die Begleitung der grünen und digitalen
Transformation bis hin zum klaren Fokus auf Innovationen und
Schlüsseltechnologien – finden sich in der finalen Fassung wieder.
IV-NÖ-Präsident Kari Ochsner betont: „Für uns ist wichtig, dass
die Landesregierung klar im Blick hat, dass der Wohlstand in
Niederösterreich wesentlich von der Industrie getragen wird. Damit
steht auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts im Fokus. Denn ohne
international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen wird es kein
nachhaltiges Wachstum geben.“
Entscheidend ist, was bei den Betrieben ankommt
Für die Industrie stehen folgende Punkte im Vordergrund: die
konsequente Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit durch
Produktivitätszuwächse und Digitalisierung , die spürbare Entlastung
durch smarte Regulierung, Bürokratieabbau und schnellere Verfahren
sowie die gezielte Stärkung des industriellen Kerns durch Innovation,
Forschung und Schlüsseltechnologien.
Ochsner unterstreicht überdies: „Wir brauchen echte
Investitionsanreize – für industrielle Betriebe genauso wie für
private Haushalte. Gleichzeitig muss der Staat effizienter werden und
konsequent im System sparen , damit diese finanziellen Spielräume
überhaupt entstehen. Nur so kann das zarte Pflänzchen der
wirtschaftlichen Erholung weiter wachsen.“
Erneuerbare Energien als Standortfaktor
Positiv hebt die IV-NÖ hervor , dass Niederösterreich in den
vergangenen Jahren massiv in erneuerbare Stromerzeugung ,
insbesondere in die Windkraft, investiert hat. „Der Ausbau der
erneuerbaren Energie ist ein Standortvorteil. Entscheidend ist aber,
dass Strom für Industrie und Private deutlich günstiger wird.
Energiekosten sind ein zentraler Faktor für Wettbewerbsfähigkeit.
Wenn Strom teurer wird, verliert der Standort“, stellt Ochsner klar.
Die Wirtschaftsstrategie 2030+ ist ein wichtiger Schritt , jetzt
geht es um die Umsetzung . „Wir werden als Interessenvertretung
konstruktiv begleiten , aber auch klar benennen, wenn Maßnahmen zu
langsam oder zu zaghaft umgesetzt werden. Am Ende zählt nur , ob das
Produktionsvolumen und die damit verbundene Exportquote durch
wiedererlangte Konkurrenzfähigkeit wieder deutlich steigen , neue
Arbeitsplätze geschaffen werden können und damit der Wohlstand
gesichert ist“, so Ochsner abschließend.