IV: Neue Studie ist Weckruf für den Automobilstandort

Wien (OTS) – Die heute veröffentlichte ELAB2040-Studie des
Fraunhofer-Instituts
verdeutlicht aus Sicht der Industriellenvereinigung (IV) den
dringenden Handlungsbedarf bei der europäischen Industriepolitik. Die
Ergebnisse zeigen, dass Österreich aufgrund seiner starken
Spezialisierung auf die Produktion von Komponenten für den
Antriebsstrang der am stärksten betroffene Automobilstandort in
Europa ist. Die Studie prognostiziert, dass gerade diese
Spezialisierung bei den derzeit diskutierten regulatorischen
Rahmenbedingungen zu besonders hohen Wertschöpfungsverlusten führen
würde. Eine Nachschärfung beim EU-Automotive-Paket ist daher dringend
erforderlich.

„Die Analyse macht deutlich, dass Europa die Wettbewerbsfähigkeit
seiner Industrie wieder stärker in den Mittelpunkt rücken muss.
Gerade für einen hochindustrialisierten Standort wie Österreich
braucht es Rahmenbedingungen, die Wertschöpfung, Innovation und
Beschäftigung sichern. Industriepolitische Entscheidungen müssen
Investitionen ermöglichen und den Standort langfristig stärken –
nicht einzelne Technologien bevorzugen oder ausschließen“, sagt
Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV)
.

Aus Sicht der IV braucht es dafür einen technologieoffenen Ansatz
und verlässliche Rahmenbedingungen. „Die im EU-Automotive-Paket
geplante 90-Prozent-Lösung muss so ausgestaltet werden, dass
erneuerbare Kraftstoffe und CO2-reduzierte Materialien innerhalb
dieser 90 Prozent vollständig angerechnet werden können. Nur so
entsteht echte Technologieoffenheit. Neben der Elektromobilität
müssen auch weitere innovative Technologien ihren Beitrag leisten
können, um Wertschöpfung, hochwertige Arbeitsplätze und industrielle
Stärke langfristig in Österreich und Europa zu sichern“, so Neumayer.