IV: Energiepolitik wieder verstärkt in den Fokus der Standortpolitik rücken

Wien (OTS) – „Angesichts der in Folge des Irankrieges steigenden
Energiepreise ist
es wichtig, in Europa und in Österreich Energiepolitik wieder
verstärkt in den Fokus der Standortpolitik zu rücken“, so Christoph
Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV).

Jedenfalls kommen die aktuellen Verwerfungen zur Unzeit einer
hartnäckigen Wachstumsschwäche und offenbaren umso mehr den
Handlungsbedarf, dringend wettbewerbsfähige Energiepreise in Europa
und Österreich sicherzustellen. Dies betrifft insbesondere Maßnahmen
im Gasbereich, zumal Gas noch immer ein wesentlicher Energieträger
für die im internationalen Wettbewerb stehende Industrie ist. Daher
brauchen wir etwa ein klares politisches Commitment, auch weiterhin
vorhandene heimische Ressourcen zu fördern, um so einen Beitrag zur
Versorgungssicherheit zu leisten. Fundamental ist zudem eine echte
Importdiversifizierung – eine Abhängigkeit durch eine andere zu
ersetzen, ist zu wenig.

Der Anstieg der Gaspreise wirkt sich auch auf die Strompreise
aus. „Obwohl wir Spitzenreiter beim Erneuerbarenanteil am Strommix
sind, liegen die heimischen Industriestrompreise deutlich über dem
europäischen Durchschnitt“, gibt Neumayer zu bedenken. „Rasch müssen
daher Ankündigungen im Rahmen der Industriestrategie nun Taten
folgen, insbesondere zur Strompreiskompensation und zum
Industriestrompreis“, so Neumayer abschließend.