IV: Bevölkerungsprognose zeigt erneut Handlungsbedarf im Pensionssystem

Wien (OTS) – Für die Industriellenvereinigung (IV) sind die heute
veröffentlichten
Daten der Statistik Austria einmal mehr ein Weckruf, das
Pensionssystem in Österreich tiefgreifend zu reformieren. „Wir müssen
die Realität einer immer älter werdenden Bevölkerung endlich zur
Kenntnis nehmen und darauf reagieren, indem wir das Pensionssystem
zukunftsfit und generationengerecht gestalten“, erklärt IV-
Generalsekretär Christoph Neumayer. Die Generation 65+ wird
entsprechend der Bevölkerungsprognose zahlen- und anteilsmäßig stark
an Gewicht gewinnen, die Zahl der Erwerbspersonen geht zurück.

„Der Handlungsbedarf ist jetzt gegeben“, appelliert Neumayer.
„Wir brauchen eine schrittweise Anhebung des gesetzlichen
Pensionsantrittsalters, um die finanzielle Basis des Systems
langfristig zu sichern. Gleichzeitig müssen Frühpensionen gesetzlich
eingeschränkt werden, damit der tatsächliche Pensionsantritt dem
gesetzlichen Alter auch tatsächlich näherkommt. Entscheidend ist,
dass wir rasch handeln und der weiteren Überlastung des Systems
entgegensteuern. Ein gerechtes Pensionssystem bedeutet, Verantwortung
gegenüber der jungen Generation zu übernehmen, und nicht die Last
immer noch weiter in die Zukunft zu verschieben.“

Um das Pensionssystem zukünftig nachhaltiger zu gestalten,
schlägt die Industriellenvereinigung zudem die Schaffung eines
gesetzlichen Pensionsmechanismus vor: Zur Abbildung von Veränderungen
in der Lebenserwartung beim gesetzlichen Antrittsalter oder bei der
Pensionshöhe bzw. in einem Mischsystem. Zwei Drittel der OECD-Staaten
haben bereits ein Nachhaltigkeitssystem implementiert.