Wien (OTS) – Events, Informationen, Tipps & Tricks, interaktive
Formate: Mit
konkreten Inhalten und vor allem im direkten Austausch mit der
Bevölkerung haben Die Tafel Österreich und das Ökosoziale Forum
Österreich & Europa im Rahmen des Projekts „Isst das jemand?
Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung“ gezeigt, wie wirksam
Bewusstseinsbildung im Alltag ist. Dialoge mit Expert:innen wie
Interessierten setzen ein positives Signal für eine Trendwende.
Mehr als 1 Million Tonnen Lebensmittel landen in Österreich pro
Jahr im Müll. Damit werden wertvolle Ressourcen wie Wasser, Boden und
Energie, aber auch bares Geld verschwendet: Jeder Haushalt wirft
Essen im Wert von bis zu 800 Euro jährlich weg. Und das, während
420.000 Menschen hierzulande unter schwerer Ernährungsarmut leiden.
Lebensmittelverschwendung ist zudem für bis zu 10 % der
Treibhausgasemissionen verantwortlich – und damit ein massives
Problem für Umwelt, Klima, Wirtschaft und Gesellschaft.
Mit dem gemeinsamen Projekt „Isst das jemand?“ haben Die Tafel
Österreich und das Ökosoziale Forum Österreich & Europa in den
vergangenen Monaten ein starkes Zeichen gegen die Verschwendung und
für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln gesetzt. Die Initiative (
unterstützt durch Mittel von Bund, Ländern und Europäischer Union)
zeigt eindrucksvoll: Bewusstseinsbildung wirkt – und sie bereitet den
Boden für konkrete Veränderungen entlang der gesamten
Lebensmittelwertschöpfungskette.
Zwtl.: Dialog schafft Lösungen
Zahlen, Daten, Fakten sind für die Aufklärung und als
Argumentationsgrundlage unerlässlich, will man Schieflagen aufzeigen.
Für die Projektpartner war von Anfang an klar: Wirkung lässt sich nur
im direkten, persönlichen Gespräch erreichen. Ein Schwerpunkt des
Projekts lag daher in partizipativen Dialogformaten, sowohl mit
wichtigen Playern entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette als
auch mit allen Österreicherinnen und Österreichern. Im Rahmen zweier
interaktiv gestalteter Veranstaltungen in Wien und Innsbruck
diskutierten und entwickelten Expert:innen (von u. a. REWE, LGV,
Wirtschaftskammer, MPreis, Tiroler Gemüsebauern und der Uni Innsbruck
) gemeinsam mit dem Publikum Lösungsansätze gegen
Lebensmittelverschwendung.
„Isst das jemand?“ suchte zudem bei einer ganzen Reihe von
Partner-Events das Gespräch mit der Bevölkerung. Im Burgenland, in
Oberösterreich, Niederösterreich, Tirol und Wien zeigte sich bei
unterschiedlichsten Veranstaltungen: Lebensmittelverschwendung ist
ein Thema, das auf verschiedene Arten emotionalisiert. Während bei
einigen Gesprächsbereitschaft oft gerade daher rührt, dass sie sich
bereits intensiv mit dem Thema Lebensmittelverschwendung
auseinandersetzen und eigene Tipps parat haben, löst das Thema bei
anderen Teilen der Bevölkerung eher Erstaunen aus – und zeigt, dass
noch deutlich weitergehende Bewusstseinsbildung vonnöten ist.
Zwtl.: Breite Wirkung durch konkrete Anreize
Neben den Event-Formaten wurde u. a. via Social Media, durch
Vorträge und Medienarbeit Awareness für das Thema
Lebensmittelverschwendung geschaffen. Ein Kernelement von „Isst das
jemand?“ war zudem ein Wissensquiz mit Gewinnspiel rund um die
ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Folgen von
Lebensmittelverschwendung.
Anreize in unterschiedlichen Communities wurden auch durch
Dialoge in diversen Podcasts gesetzt. Vom preisgekrönten Podcast von
Land schafft Leben („Wer nichts weiß, muss alles essen“) und das
Nachhaltigkeits-Format „Die Schöne und das Biest“ mit Mari Lang über
das akademisch orientierte Format „Agrar-Science kompakt“ bis hin zum
Podcast des Vereins MUT und dem kulinarisch fokussierten „ESSENziell“
mit Ursula Riegler konnte „Isst das jemand?“ ein breites Publikum mit
unterschiedlichen Interessen erreichen und konkrete Tipps gegen
Lebensmittelverschwendung präsentieren.
Zwtl.: Von Information zu aktivem Handeln
Ziel von „Isst das jemand?“ war, die Öffentlichkeit für das
Ausmaß und die vielfältigen Folgen von Lebensmittelverschwendung zu
sensibilisieren und gleichzeitig Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Hans Mayrhofer , Generalsekretär des Ökosozialen Forums
Österreich & Europa: „ Die positive Resonanz auf unser Projekt zeigt:
Wir haben einen Nerv getroffen. Mit ,Isst das jemand?‘ konnten wir
hunderttausende Österreicher:innen erreichen und das Bewusstsein für
den Wert von Lebensmitteln stärken – ebenso wie für die tägliche
Arbeit unserer Landwirt:innen, die maßgeblich zur
Ernährungssicherheit beiträgt. Zudem wurde deutlich: Bereits einfache
Maßnahmen können eine große Wirkung entfalten. Bewusstseinsbildung
ist der erste Schritt hin zu nachhaltiger Veränderung – und wir sind
überzeugt, hier einen wesentlichen Beitrag zu leisten. “
Alexandra Gruber , Geschäftsführerin Die Tafel Österreich: „ Es
ist ein großer Schritt von der Bewusstseinsbildung zur tatsächlichen
Verhaltensänderung. Aber der erste und wichtigste. Im Rahmen von
,Isst das jemand?‘ ist es uns gelungen, viele verschiedene
Zielgruppen zu erreichen und von privaten Haushalten über die
Landwirtschaft bis hin zu Handel und Gemeinschaftsverpflegung
Lösungsansätze zur Sprache zu bringen. Und vor allem konnten wir ins
Bewusstsein rufen, dass Lebensmittelverschwendung nicht nur ein
Umwelt-, sondern auch ein gesellschaftliches Problem ist. Wenn wir
sie reduzieren, schützen wir wertvolle Ressourcen und leisten einen
Beitrag für mehr soziale Gerechtigkeit. Mit dieser Erkenntnis
schaffen wir die Trendumkehr. “
Weitere Bilder unter presse.tafel-oesterreich.at .
Weitere Infos zum Projekt unter tafel-oesterreich.at/isst-das-jemand
und unter oekosozial.at/isst-das-jemand .