Internationale Kooperation zur Erhöhung der Cyber-Sicherheit in Österreich

Wien (OTS) – Die von der Europäischen Agentur für Cybersicherheit
(ENISA) alle
zwei Jahre durchgeführte virtuelle Übung „Cyber Europe“ testet die
Reaktionsfähigkeit von Unternehmen, Behörden und Organisationen sowie
deren Zusammenarbeit im Krisenfall. „Cyber Europe“ simuliert komplexe
Cybervorfälle auf Grundlage realistischer Bedrohungsszenarien.

„Cyber-Bedrohungen machen nicht vor Staatsgrenzen halt und
bedrohen viele Bereiche unserer Gesellschaft. Umso wichtiger ist es,
nationale und europäische Strukturen in Zusammenarbeit mit
Unternehmen unter realistischen Bedingungen für den Ernstfall zu
erproben“, so Innenminister Gerhard Karner.

Kommunikation und Koordination zwischen Behörden und
Organisationen

Die Ausgabe 2026 fokussierte sich auf die Sektoren
Schienenverkehr (RAIL) und maritime Infrastruktur (MARITIME). Rund
300 Unternehmen und Organisationen aus etwa 30 Ländern nahmen an der
Übung teil. Zu den österreichischen Teilnehmern zählten Betreiber und
Unternehmen des Eisenbahnsektors, darunter die ÖBB-Infrastruktur AG,
die Wiener Linien, die ÖBB-Personenverkehr AG, die ÖBB Rail Cargo
Group, die Westbahn, Metrans, Frequentis sowie RailNetEurope. Auf
staatlicher Seite waren das Bundesministerium für Inneres, das
Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, die
Operative Koordinierungsstruktur (OpKoord) sowie der Innere Kreis der
Operativen Koordinierungsstruktur (IKDOK) und CERT.at eingebunden.

Ein zentraler Schwerpunkt der Übung lag auf der Überprüfung von
Kommunikations- und Koordinationsprozessen. Dabei wurde die
Zusammenarbeit innerhalb und zwischen Organisationen, zwischen
Unternehmen und Behörden sowie die grenzüberschreitende Abstimmung
zwischen staatlichen Stellen geübt. Darüber hinaus wurden
Erkenntnisse zur Weiterentwicklung bestehender Prozesse gewonnen,
Verbesserungspotenziale identifiziert und bewährte Verfahren
ausgetauscht.

Übungsleitung unterstreicht Cyber-Kompetenz des Innenministeriums

Die Planung und Durchführung der österreichischen Übung erfolgte
durch die zuständige Fachabteilung für Netz- und
Informationssystemsicherheit. Die Übernahme der nationalen
Übungsleitung unterstreicht die Rolle des BMI bei der Stärkung der
Cybersicherheit und Cyberresilienz in Österreich. Durch die
regelmäßige Durchführung und Begleitung von Übungen werden die
Vorbereitung auf Cybervorfälle verbessert, die Zusammenarbeit
zwischen staatlichen und privaten Akteuren gestärkt und die Resilienz
kritischer Infrastrukturen nachhaltig erhöht.