Wien (OTS) – Am 10. Mai 2026 fand die internationale Befreiungsfeier
in der KZ-
Gedenkstätte Mauthausen statt. Veranstalter war das Mauthausen
Komitee Österreich gemeinsam mit internationalen Opferverbänden und
regionalen Initiativen. Neben einem Gedenkzug durch das ehemalige
Lagergelände, Kranzniederlegungen sowie der Befreiungsfeier am
ehemaligen Appellplatz lasen Jugendliche den „Mauthausen-Schwur“ in
mehreren Sprachen vor.
„Die unfassbaren Gräueltaten fanden nicht nur in Mauthausen,
sondern auch in den rund 40 Nebenlagern statt. Deshalb ist das
Gedenken in den Außen- und Nebenlagern des Konzentrationslagers
Mauthausen, zum Beispiel Melk oder Gusen, Teil einer regionalen
Gedenkarbeit, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich
weiterentwickelt wurde“, sagte Innenminister Gerhard Karner. „Gerade
der derzeit laufende Prozess zur Neugestaltung des Gedenkens am Areal
des ehemaligen KZ Gusen zeigt uns, wie wichtig die Einbindung der
Menschen ist. Mehr als 1.000 Menschen aus der Region, aber auch
Mitglieder der nationalen und internationalen Opferverbände,
beteiligen sich aktuell an der Weiterentwicklung des Gedenkortes
Gusen.“
Die diesjährigen Gedenkveranstaltungen standen unter dem
Schwerpunkt „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“. Dabei wird
insbesondere die Verantwortung jener Menschen thematisiert, die das
NS-Lagersystem durch Mitwirkung als Wachpersonal,
Verwaltungsangestellte oder Funktionsträger ermöglichten.