St. Pölten (OTS) – Die Familienland Niederösterreich GmbH unterstützt
mit ihrem Team die
Gemeinden und Städte bei der Gestaltung von Spielplätzen und
Schulfreiräumen. Mit dem Beratungsprogramm „Schulhöfe und Spielplätze
in Bewegung“ wird auf die Einbindung aller Interessengruppen gesetzt
und die Entwicklung naturnaher, bedürfnisgerechter und inklusiver
Spielräume gefördert. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden heute an
der Waldschule in Wiener Neustadt die Bedeutung, die Merkmale und der
Nutzen inklusiver Spielräume vorgestellt und am konkreten Beispiel
erläutert. Im Anschluss daran erfolgte die feierliche Eröffnung des
neuen Schulfreiraums. Die Waldschule vereint drei Schultypen unter
einem Dach: die Landessonderschule, die Volksschule und die
Mittelschule Föhrenwald.
„Dieser neue Schulfreiraum beziehungsweise Spielplatz ist ein
demokratiebildendes und inklusives Projekt, bei dem die Mitbestimmung
und Mitgestaltung durch die Kinder einen zentralen Stellenwert
einnehmen“, sagte Teschl-Hofmeister, die auch betonte, gut geplante
Schulfreiräume und Spielplätze seien weit mehr als Orte zum Spielen
und Lernen – sie seien wichtige Begegnungsräume für das
gesellschaftliche Miteinander. „In den vergangenen zehn Jahren
konnten wir gemeinsam mit der Familienland Niederösterreich GmbH und
unter aktiver Mitwirkung von rund 100.000 Kindern etwa 200 Projekte
umsetzen. Besonders wichtig ist uns dabei, dass Kinder und
Jugendliche ihre Ideen einbringen und Mitbestimmung unmittelbar
erleben können. Mit der konsequenten Weiterentwicklung dieser
Freiräume in Richtung Inklusion und Barrierefreiheit schaffen wir
Orte, die allen Menschen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte
Teilhabe ermöglichen“, so die Landesrätin. Sie sprach allen
Beteiligten Respekt, Dank und Anerkennung aus.
Bürgermeister Klaus Schneeberger hob hervor: „Wiener Neustadt ist
die Inklusionshauptstadt Österreichs. Menschen mit besonderen
Bedürfnissen sind selbstverständlicher Teil unseres Stadtlebens und
bereichern unsere Gemeinschaft jeden Tag. Die Schülerinnen und
Schüler sowie die Gruppen der Waldschule beleben regelmäßig unsere
Innenstadt und zeigen, wie gelebte Inklusion im Alltag funktioniert.
Mit mehr als 120 Beratungsstellen und zahlreichen Einrichtungen
setzen wir seit Jahren ein klares Zeichen für Offenheit und Vielfalt.
Der neue Spielplatz an der Waldschule ist ein weiterer wichtiger
Schritt, um Begegnungsräume zu schaffen und Inklusion erlebbar zu
machen.“
Der Schulfreiraum entstand unter intensiver Beteiligung der
Schülerinnen und Schüler aller drei Schultypen. In drei
Mitbeteiligungsaktionen – Pflanzwerkstatt, Kreativwerkstatt und
Malwerkstatt – konnten die Kinder und Jugendlichen aktiv an der
Gestaltung mitwirken, unter anderem bei der Bepflanzung sowie der
farbigen Gestaltung von Wegen im Schulfreiraum. Barbara Trettler,
Geschäftsführerin der Familienland Niederösterreich GmbH, sprach
einen weiteren Aspekt an und betonte: Alle Spielgeräte seien hier so
gewählt worden, dass sie barrierefrei oder barrierearm nutzbar seien,
„zum Umsetzen anregen und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade
bieten“. Ein barrierefreier Rundkurs führe durch das Gelände und
erleichtere die Orientierung. Die naturnahe Gestaltung mit Bäumen und
Sträuchern schaffe Erholungsräume, Schattenbereiche und
Sinneserlebnisse; „bestehendes Grün wurde erhalten und im Rahmen
einer gemeinsamen Pflanzaktion mit den Schülerinnen und Schülern
erweitert“. Zusätzliche Strauchgruppen würden räumliche Strukturen
sowie Rückzugsbereiche bieten, so die Geschäftsführerin.
Zu den Elementen des neuen Schulfreiraums zählen ein
Sinneshäuschen mit farbigen Plexiglasscheiben, eine rotierende
Farbscheibe sowie ein gestalteter Sinnespfad, der im Rahmen der
Mitbeteiligungsaktion „Kreativwerkstatt“ ebenfalls farblich gestaltet
wurde. Der Sandspielbereich wurde inklusiv umgesetzt und umfasst eine
Liegefläche zum Umsetzen, eine barrierefreie Wasserstelle, einen
unterfahrbaren Matschtisch sowie eine Sandtransportanlage, die
gemeinsames Spiel ermöglicht und durch ein Sonnensegel geschützt ist.
Im Bewegungsbereich stehen unter anderem ein rollstuhlgeeignetes
Bodentrampolin, ein befahrbares Karussell, eine Schaukelkombination
mit Rehasitz sowie eine Stehwippe mit Plattform für gemeinsames
Wippen zur Verfügung. Ein Spielhügel mit mehreren
Aufstiegsmöglichkeiten, einer Rampe mit Grifföffnungen und einer
breiten Rutsche ergänzt das Angebot und wird durch eine Sitz- und
Liegearena ergänzt, von der aus das Spielgeschehen beobachtet werden
kann.
Ein gestalterischer Schwerpunkt ist die Seilnetzpyramide mit Sitz
– und Liegeflächen, bei der durch die miteinander verbundenen Seile
auch weniger mobile Kinder und Jugendliche aktiv ins Spiel
eingebunden werden und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sowie
Höhen bis zu sechs Metern zum Ausprobieren einladen. Ergänzt wird das
Angebot durch Sitz- und Liegeplattformen entlang der Wege, die in
Verbindung mit bestehenden Bäumen kleine Begegnungsorte schaffen,
sowie durch Hängemattenschaukeln, die sowohl als Rückzugs- als auch
als Treffpunkte genutzt werden können. Der neu gestaltete
Schulfreiraum eröffnet damit vielfältige Möglichkeiten für Unterricht
im Freien, Bewegungsstunden sowie die Freizeitgestaltung im Rahmen
der Nachmittagsbetreuung.
Nähere Informationen: Familienland Niederösterreich GmbH, Karin
Feldhofer, Telefon 02742 9005 13484, E-Mail karin.feldhofer@
noel.gv.at, oder Sophie Moser, Telefon 02742 9005 13474, E-Mail
[email protected], bzw. Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH)
Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected], www.familienland.at