Infineon Austria 2025: Innovation und Effizienz als Antwort auf ein anspruchsvolles Marktumfeld

Villach, Wien (OTS) – –

Erwartungen an Geschäftsjahr erfüllt, Umsatz nahezu stabil bei
4,695 Milliarden Euro

Ergebnisentwicklung von Leerstandskosten, Währungseffekten und
genereller Marktschwäche geprägt

Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren als Wachstumsmarkt

Quantenforschung als strategischer Innovationsschwerpunkt und
Zukunftsfeld

Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms STEP UP läuft nach
Plan

Position als forschungsstärkstes Unternehmen Österreichs
ausgebaut, Forschungsquote 2025 auf 15 Prozent gesteigert

Infineon Austria hat im Geschäftsjahr 2025 seine Rolle als
Innovationsmotor und Impulsgeber für die Halbleiterindustrie weiter
gestärkt – trotz eines sehr herausfordernden makroökonomischen und
geopolitischen Umfelds.

Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies
Austria : „Infineon Austria hat sich im anspruchsvollen
Wirtschaftsumfeld behauptet und das Geschäftsjahr 2025 im Rahmen der
Erwartungen abgeschlossen. Wir setzen weiterhin konsequent auf
Innovation in Kombination mit Effizienz und investieren in Österreich
unvermindert in Forschung und Entwicklung. Die starke Nachfrage nach
energieeffizienten Lösungen für KI-Rechenzentren prägte 2025. Mit dem
weiteren Ausbau von KI-Datenzentren steigen auch die Anforderungen an
leistungsfähige und effiziente Stromversorgungslösungen. Davon werden
auch wir künftig profitieren.“
Die Bedeutung für Infineon reicht dabei weit über Rechenzentren
hinaus. Auch im Zukunftsfeld Quantencomputing ist Infineon
hervorragend für zukünftiges Wachstum und Technologie-führerschaft
aufgestellt. Die enge Verzahnung von Forschung und Produktion vor Ort
macht Infineon Austria zu einem Innovationstreiber im Konzern.

„Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ist dabei keine Floskel,
sie ist unabdingbar. Wir machen gute Fortschritte bei der
Verbesserung unserer eigenen Kostenstruktur, aber es braucht auch
mutige Schritte bei Standortfaktoren in Europa und Österreich“, so
Sabine Herlitschka.

Die Infineon Technologies Austria-Gruppe (Infineon Austria) hat
das Geschäftsjahr 2025 (Stichtag 30. September 2025) im Rahmen der
Erwartungen an ein herausforderndes Marktumfeld abgeschlossen : Der
Umsatz blieb mit 4,695 Milliarden Euro nahezu stabil (-1 Prozent),
während das Ergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr bei minus 48
Millionen Euro lag. Das Ergebnis wurde vor allem durch hohe
Leerstandskosten sowie ungünstige Preis- und Wechselkursentwicklungen
beeinflusst. Mit Gesamtinvestitionen von 245 Millionen Euro (GJ 2024:
322 Millionen Euro), die hauptsächlich in die Weiterentwicklung neuer
Halbleitermaterialien und den Ausbau der 300-mm-Kapazität in der
Innovationsfabrik Villach flossen, unterstreicht das Unternehmen
seine Innovationskraft in Österreich. Trotz konjunkturell bedingter
Marktschwäche investierte Infineon Austria 2025 weiterhin stark in
Forschung und Entwicklung. Der F&E-Aufwand betrug 721 Millionen Euro
(GJ 2024: 686 Millionen Euro), was einem Plus von fünf Prozent und
einer Forschungsquote von 15 Prozent (GJ 2024: 14 Prozent)
entspricht.

Zwtl.: Wachstumstreiber KI und Zukunftsmarkt Quantencomputing

Während die Nachfrage in klassischen Segmenten wie dem
Automobilbereich, der Industrie- und Konsumentenelektronik im
abgelaufenen Geschäftsjahr weltweit verhalten blieb, hat sich ein
klarer Wachstumstreiber herauskristallisiert: Künstliche Intelligenz.
Der Infineon Konzern konnte den Umsatz mit KI-Anwendungen im
laufenden Jahr fast verdreifachen und hebt die Erwartungen für das
Geschäftsjahr 2026 deutlich an – auf rund 1,5 Milliarden Euro.
Weltweit steigen die Investitionen in KI-Infrastrukturen stark, und
Infineon Austria ist mit seinen führenden Stromversorgungslösungen
für KI-Rechenzentren sowie technologischen Meilensteinen wie 300-mm-
GaN und 200-mm-SiC optimal positioniert, um von diesem Trend
nachhaltig zu profitieren.

Gleichzeitig entwickelt sich Quantencomputing zur nächsten
potenziell disruptiven Technologie. Infineon Austria gestaltet das
Quantenzeitalter aktiv mit. Mit dem Ausbau des Quantenlabors in
Villach und der gezielten Bündelung von Know-how im Bereich
Quantentechnologien setzt Infineon Austria einen strategischen
Schwerpunkt, der weit über das Tagesgeschäft hinausweist – von der
Entwicklung skalierbarer Quantenprozessoren, der Industrialisierung
von Quantentechnologien bis hin zu Lösungen für Post-Quantum-
Kryptografie. Nicht zuletzt die enge Zusammenarbeit mit
internationalen Partnern macht Infineon Austria zum Vorreiter auf
diesem Zukunftsfeld. Die Kombination von KI und Quantencomputing
eröffnet völlig neue Möglichkeiten für datengetriebene Innovationen
und industrielle Anwendungen.

Zwtl.: Gezielte Investitionen, Kostenbewusstsein und nachhaltige
Stärkung operativer Strukturen

„Unsere Geschäftszahlen unterstreichen die Resilienz des
Geschäftsmodells und die Fähigkeit, auch in einem uneinheitlichen
Marktumfeld strategische Weichen für die Zukunft zu stellen. Unser
Fokus liegt für 2026 auf gezielten Investitionen in strategische
Wachstumsbereiche bei gleichzeitig strengem Kostenbewusstsein.
Zusätzlich arbeiten wir konsequent an der nachhaltigen Stärkung
unserer operativen Strukturen und sind bei der Umsetzung unseres 2024
angekündigten Strukturverbesserungsprogramms STEP UP sehr gut im
Plan“, so Jörg Eisenschmied, Finanzvorstand Infineon Austria. Das
Programm STEP UP wurde im Frühjahr 2024 konzernweit angekündigt und
läuft noch bis Ende des Geschäftsjahres 2026/27. Die Maßnahmen
betreffen die Bereiche Fertigungsproduktivität, Portfoliomanagement,
Preisqualität und Betriebskostenoptimierung. Die Mitarbeiter*
innenzahl entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025 entsprechend mit
rund drei Prozent rückläufig und betrug zum Stichtag 30.September
2025 5.787 Mitarbeiter*innen (GJ 2024: 5.977), davon 2.506 in
Forschung und Entwicklung. Bei Infineon Austria trugen im
abgelaufenen Geschäftsjahr Mitarbeitende aus 80 Nationen, ein
Akademiker*innenanteil von 60 Prozent und ein stabiler Frauenanteil
von 22 Prozent dazu bei, ein innovatives und vielfältiges
Arbeitsumfeld zu schaffen.

Zwtl.: Infineon Austria: Globale Märkte und lokale Wertschöpfung

Infineon Austria ist mit intensiven Vernetzungen österreichweit
Impulsgeber in weitreichenden Wertschöpfungssystemen mit hoher
Multiplikatorwirkung. Laut einer Studie des
Industriewissenschaftlichen Instituts (April 2025) sichert jede*r
Mitarbeiter*in von Infineon Austria knapp drei weitere Arbeitsplätze
in Österreich, wodurch insgesamt rund 16.000 Arbeitsplätze in der
heimischen Volkswirtschaft abgesichert werden. Vom Einkaufsvolumen
von knapp einer Milliarde Euro (979 Millionen Euro) werden 365
Millionen in Österreich, davon 178 Millionen in Kärnten ausgegeben.

Zwtl.: Technologieführerschaft durch Verzahnung von Forschung und
Fertigung

„Dank der ‚Integrated Device Manufacturing‘-Strategie – der
vollständigen Integration von Forschung, Entwicklung und Fertigung im
eigenen Haus – kann Infineon Austria maßgeschneiderte Lösungen für
unterschiedlichste Anwendungen anbieten und Innovationen besonders
schnell und zuverlässig in den Markt bringen. Die Beherrschung aller
drei Schlüsselmaterialien, nämlich Silizium, Siliziumkarbid und
Galliumnitrid, ist dabei ein Alleinstellungsmerkmal, das die
Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Standorts nachhaltig
stärkt. Durch konsequente Digitalisierung und intelligente
Automatisierung sichern wir höchste Effizienz und Qualität in der
Produktion“, so Thomas Reisinger, Vorstand für Operations Infineon
Technologies Austria.

Zwtl.: Technologische Durchbrüche aus Österreich – Status und
Bedeutung

Mit drei Weltneuheiten in den vergangenen 15 Monaten hat Infineon
Austria den Konzernerfolg wesentlich mitgestaltet. Die
technologischen Meilensteine bestimmten die Innovationsagenda 2025,
sind bereits in ersten Kundenanwendungen und industriellen Prozessen
im Einsatz und schaffen die Basis für künftiges
Wachstum.Technologische Exzellenz von Infineon Austria ist die
Grundlage für innovative Lösungen in allen relevanten
Zukunftsmärkten: von der Energieversorgung von KI-Rechenzentren und
Robotik über Quantencomputing und erneuerbare Energien bis hin zu
Mobilität und Industrie 4.0.

300-mm-Galliumnitrid-(GaN)-Power-Wafer:
Im September 2024 wurden die weltweit ersten 300-mm-GaN-Wafer für
Leistungselektronik aus Österreich vorgestellt. Erste Testprodukte
wurden im Oktober 2025 an Kunden ausgeliefert, die insbesondere in
Zukunftsmärkten wie KI-Rechenzentren, Robotik, erneuerbaren Energien,
Mobilität und Industrie zum Einsatz kommen werden.

Ultradünne Silizium-Leistungswafer (20 µm, 300 mm):
Im Oktober 2024 präsentierte Infineon als erstes Unternehmen weltweit
die Herstellung und Verarbeitung von ultradünnen Silizium-
Leistungswafern. Diese Technologie ist inzwischen qualifiziert und
für Kunden verfügbar und bildet die Basis für weitere Fortschritte in
der Leistungselektronik.

200-mm-Siliziumkarbid-(SiC)-Fertigung:
Im Februar 2025 startete Infineon Austria mit der Auslieferung der
ersten Produkte auf Basis der 200-mm-SiC-Technologie aus Villach.
Diese Innovation ist entscheidend für die nächste Generation von
Hochleistungsanwendungen – von Elektrofahrzeugen über
Schnellladestationen bis hin zu industriellen Energiesystemen.

UWB-Lab Graz: Innovationszentrum für drahtlose
Zukunftstechnologien
Mit der Eröffnung des Ultra-Wideband (UWB)-Applikationslabors in Graz
hat Infineon 2025 einen weiteren Innovationsschub gesetzt. Das Labor
ist ein Knotenpunkt für die Entwicklung und Erprobung modernster UWB-
Technologien, die präzise Lokalisierung, sichere Kommunikation und
neue Anwendungen in Automotive, Industrie, IoT und Consumer-Bereich
ermöglichen.

Die enge Zusammenarbeit mit Forschungspartner*innen und
internationalen Kunden stärkt die Rolle Österreichs als High-Tech-
Standort.

Zwtl.: Grüner Wasserstoff für Produktion von 8 Milliarden Chips in
Villach

Infineon verfolgt eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die
sowohl globale Verantwortung als auch lokale Umsetzung umfasst. Im
Mai 2025 hat die Science Based Target Initiative (SBTi) die
ehrgeizigen Klimaziele der Infineon Technologies AG offiziell
bestätigt. Am Standort Villach wurde 2025 die erste Elektrolyseanlage
in Betrieb genommen, die die gesamte Halbleiterfertigung mit grünem
Wasserstoff aus erneuerbaren Energien versorgt und so einen wichtigen
Beitrag zur lokalen Dekarbonisierung leistet. „Mit der neuen
Elektrolyseanlage sichern wir unsere Wasserstoffversorgung und machen
uns unabhängig von fossilen Quellen. Durch grünen Wasserstoff und
zertifizierten Ökostrom reduzieren wir CO2-Emissionen und decken den
gesamten Bedarf der Produktion in Villach“, so Thomas Reisinger,
Vorstand für Operations Infineon Technologies Austria. Insgesamt
wurden in Villach im Geschäftsjahr 2025 8 Milliarden Chips produziert
(GJ 2024: 7,5 Milliarden). Mit dieser Jahresproduktion aus Villach
werden in den Anwendungen über die Nutzungsdauer hinweg rund 14
Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das entspricht einem Fünftel (21
Prozent) der CO2-Emissionen Österreichs 2023.

Zwtl.: Europameister in Fertigung, Nachhaltigkeit als Leitmotiv
unternehmerischen Handelns

Als erstes österreichisches Unternehmen wurde Infineon Austria im
Oktober 2025 zudem mit dem renommierten Industrial Excellence Award
Europe ausgezeichnet – eine Würdigung für Innovationskraft, Qualität
und Exzellenz in der Fertigung sowie für den nachhaltigen Ansatz des
Unternehmens. Darüber hinaus setzt Infineon Austria zahlreiche
weitere Nachhaltigkeitsinitiativen um, unter anderem im Bereich
Biodiversität und Soziales. Am Standort Villach wurden rund 6.200
Bäume und Sträucher gepflanzt, um die Artenvielfalt zu fördern und
natürliche Lebensräume zu erhalten. Mit dem Infineon Bildungsfonds,
der seit 2020 besteht, leistet Infineon Austria einen wichtigen
Beitrag zur Förderung benachteiligter Kinder und Jugendlicher. Im
Jahr 2025 wurden dafür insgesamt 105.000 Euro bereitgestellt und
damit 110 Kinder und Jugendliche in den Caritas Lerncafés in Villach,
Spittal/Drau, Graz und Mürzzuschlag unterstützt.

Zwtl.: Kooperationen, Startups und Fachkräftesicherung

Innovation entsteht bei Infineon Austria durch Offenheit und
Kooperation – von der Grundlagenforschung bis hin zu Startups. Das
Unternehmen arbeitet mit einer Vielzahl von Hochschulen,
Forschungseinrichtungen und Partnern im In- und Ausland zusammen. Mit
rund 200 Kooperationen wurde hier 2025 eine neue Höchstzahl erreicht.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden insbesondere die langjährigen
Partnerschaften mit dem Politecnico di Milano sowie mit der
Universität Klagenfurt durch neue strategische Rahmenverträge weiter
gestärkt. Beide Kooperationen adressieren gezielt
Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, Digital Health und
Robotik. Ergänzt wird dieses Innovationsökosystem durch die Startup
Challenge , die unternehmerisches Denken und neue Ideen fördert. Sie
bietet jungen Gründer*innen und innovativen Teams die Möglichkeit,
gemeinsam mit Infineon an zukunftsweisenden Lösungen zu arbeiten und
neue Impulse für die Halbleiterindustrie zu setzen. Mit gezielten
Ausbildungsinitiativen und dem Ausbau des Lehrlingscampus mit 138
Lehrlingen (Lehrlinge GJ 2024: 118) , davon rund 27 Prozent Frauen,
investiert Infineon Austria in die Fachkräfte von morgen.