Industrie zu Arbeitsmarkt: Bürokratie am Arbeitsmarkt abbauen

Wien (OTS) – Der Industrie- und Arbeitsstandort Österreich ist
weiterhin mit sehr
schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert, dies zeigen auch erneut
die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. Im August waren 367.120 Personen
arbeitslos gemeldet oder befanden sich in Schulung, was einen Anstieg
um 14.864 Personen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet (4,2 Prozent).
In der Herstellung von Waren lag der Anstieg bei 6,7 Prozent. „Wir
müssen die Bürokratie gerade auch am Arbeitsmarkt spürbar reduzieren.
Immer neue Regelungen – wie auch aktuell wieder diskutiert – von
Hitzeschutzplänen bis zu komplexen neuen Entgeltberichten, sind
kontraproduktiv. Sie widersprechen auch den Plänen der
Bundesregierung, endlich die Bürokratie zurückzufahren und spürbar zu
reduzieren. Wir müssen hier aber endlich die Trendwende schaffen und
auch am Arbeitsmarkt Regulierungslasten abbauen“, hält Christoph
Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV),
anlässlich der heute veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen fest. Die
Industrie ist aktuell mit besonders hohen Kosten konfrontiert, von
Energie über Löhne bis Bürokratie, was Wettbewerbsfähigkeit und
Standort schadet.

„Wir müssen auch die strukturellen Fragen am Arbeitsmarkt
angehen. Insbesondere braucht es mehr Anreize für Vollzeitarbeit. Um
das faktische Pensionsantrittsalter zu erhöhen, müssen wir vor allem
die gesetzlichen Altersgrenzen anheben, die IV fordert hier eine
sachliche Diskussion. Insgesamt müssen die Anreize am Arbeitsmarkt
gestärkt werden. Wer Verantwortung übernehmen will, darf sich
Reformen nicht entziehen“, so Neumayer abschließend.