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Industrie zu 10 Jahren „Ausbildung bis 18“: Bildungsabbrüchen frühzeitig entgegentreten

Wien (OTS) – „Jungen Menschen ein Angebot zu stellen, nicht aus dem
Bildungssystem
auszuscheiden, verhindert Bildungsabbrüche und stützt damit das
Arbeitskräftepotenzial in Österreich“, hält die
Industriellenvereinigung (IV), anlässlich 10 Jahren „Ausbildung bis
18“ fest. Auch sozial beeinflusste Faktoren wie die Lebenserwartung,
die körperliche Gesundheit oder die generelle Lebenszufriedenheit
stünden im positiven Zusammenhang mit dem erworbenen Bildungsniveau
und würden von der Maßnahme daher positiv beeinflusst.

Noch wirksamer als spätere Reparaturmaßnahmen seien jedoch
Investitionen in die frühen Phasen der Bildungslaufbahn. Wer bereits
im Kindergarten sprachlich und sozial gut gefördert wird und die
Pflichtschule mit gesicherten Grundkompetenzen in Deutsch, Mathematik
und Englisch verlässt, hat deutlich bessere Voraussetzungen für einen
erfolgreichen weiteren Bildungs- und Ausbildungsweg. Deshalb brauche
es zusätzlich zur Ausbildungspflicht bis 18 vor allem hochwertige
Elementarbildung und eine verbindliche Bildungspflicht bis zum Ende
der 8. Schulstufe. Die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen würde
im besten Fall dazu führen, dass die „Ausbildung bis 18“ obsolet
würde.

Dafür seien aus Sicht der Industrie die Ergebnisse der
Reformpartnerschaft im Bildungsbereich konsequent umzusetzen,
insbesondere ein bundesweit einheitlicher Qualitätsrahmen für die
Elementarpädagogik, klare Personalstrukturen an Schulen, mehr
Autonomie für Schulleitungen sowie eine einheitlichere digitale
Schulverwaltung. Besonders das geplante Bundesqualitätsrahmengesetz
für die Elementarpädagogik habe das Potenzial, erstmals bundesweit
verbindliche Mindestqualitätsstandards zu schaffen.