Wien (OTS) – Das Vorhaben des Bildungsministeriums, mit „Informatik
und KI“ und
„Medien und demokratische Bildung“ zwei neue Unterrichtsgegenstände
an der AHS-Oberstufe einzuführen, stößt in der Industrie auf große
Zustimmung. „Wir leben in einer immer stärker technisierten Welt.
Disruptive Innovationen wie die künstliche Intelligenz bringen
Veränderungen, die nicht nur die Unternehmen und den Arbeitsmarkt,
sondern die Gesellschaft als Ganzes prägen. Künstliche Intelligenz
betrifft uns damit alle. Daher werden wir auch alle lernen müssen,
mit ihr kompetent umzugehen. Es ist wichtig, schon in der Schule die
Basis dafür zu legen: Für das Verstehen, für die Anwendung und die
Entwicklung neuer Technologien“, hält Patricia Neumann,
Vizepräsidentin der Industriellenvereinigung (IV), fest. Neue
Kompetenzen bringen aber auch neue Chancen am Arbeitsmarkt. Denn
selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Finden von
Techniktalenten eine große Herausforderung für die
Industrieunternehmen. An der Spitze der Industrienachfrage liegen
aktuell Digitalausbildungen wie Informatik, Mechatronik und
Automatisierungstechnik.
Jeweils einen eigenen Gegenstand für den technologischen und den
gesellschaftlich-ethischen Aspekt der Digitalisierung vorzusehen,
hält Neumann daher für eine kluge Entscheidung: „Medienbildung ist
ein wichtiger Bestandteil der Demokratiebildung unserer Zeit. Sie
erschöpft sich nicht im Verständnis von Social Media und Co, sondern
muss auf das Verständnis von gesellschaftlichen und
demokratiepolitischen Zusammenhängen in einer technisierten Welt
abzielen.“ Auf der anderen Seite ist es entscheidend, jungen Menschen
digitale und informatische Skills zu vermitteln, um ihnen die Tür zu
beruflichen Karrieren im MINT-Bereich zu öffnen und damit die Welt
von morgen mitgestalten zu können.
Die IV versteht die Einführung der beiden neuen Gegenstände als
ein Puzzleteil des Fächerkanons der Zukunft. „Aus Sicht der Industrie
geht es nicht darum, ein Schulfach mehr oder weniger zu haben oder
das Verschieben von Unterrichtseinheiten. Im Zentrum steht, jungen
Menschen Fähigkeiten und Kompetenzen zu vermitteln, um sich in einer
immer komplexeren Welt zurechtzufinden.“ Die heutige Ankündigung
stimmt Neumann positiv: „Wenn die beiden neuen Gegenstände der erste
Vorgeschmack des Plan Z des Bildungsministers ist, dann besteht die
Hoffnung auf den langen ersehnten Aufbruch im Bildungssystem. Unsere
Welt verändert sich, das Bildungssystem muss das ebenso tun“, so die
Vizepräsidentin abschließend.
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