Wien (OTS) – Die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen und
Häuser lag im
ersten Quartal 2026 bei rund 16 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht
einem Anstieg von etwa 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Erstmals seit zwei Jahren zeigt sich jedoch: Das Angebot an
verfügbaren Mietobjekten nimmt kurzfristig wieder zu. Während 2024
und 2025 ein Rückgang an Mietimmobilien am Markt sichtbar war, steigt
nun das Angebot wieder um 9 Prozent. Gleichzeitig stabilisiert sich
die Nachfrage österreichweit mit einem Plus von 2 Prozent, bei
regionalen Schwankungen je nach Bundesland. Das zeigt die aktuelle
Datenanalyse von ImmoScout24.at , für die 95.000 Inserate ausgewertet
wurden.
„Nach einer spürbaren Angebotsverknappung in den letzten Jahren
sehen wir aktuell eine leichte Entspannung am Mietmarkt. Viele
Suchende interessieren sich wieder mehr für das Kaufen und
dementsprechend weniger für das Mieten von Immobilien. Doch damit
sind die strukturellen Probleme und der langfristige Wohnraummangel
nicht aus der Welt geschafft. Neue Wohnungen in beliebten Städten
haben ihren Preis – und der steigt auch weiter“, so Joseph Obiegbu,
Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.
Zwtl.: Fünf Bundesländer unter dem Österreich-Schnitt von 16 Euro
Ein Blick auf die Bundesländer zeigt deutliche Unterschiede. Wien
bleibt bei den angebotenen Mietpreisen mit durchschnittlich 22,41
Euro pro Quadratmeter unangefochten an der Spitze. Dahinter folgen
Salzburg (21,23 Euro) und Tirol (21,13 Euro), die ebenfalls ein sehr
hohes Preisniveau aufweisen.
Deutlich breiter ist jedoch das Feld unterhalb des Österreich-
Schnitts von 16 Euro. Gleich fünf Bundesländer liegen darunter. Am
günstigsten ist das Burgenland mit 11,72 Euro pro Quadratmeter,
gefolgt von Oberösterreich (13,29 Euro) und der Steiermark (13,85
Euro). Auch Kärnten (15,13 Euro) und Niederösterreich (12,98 Euro)
bleiben klar unter dem Schnitt und bieten damit vergleichsweise
leistbaren Wohnraum. Im Burgenland konnte als große Ausnahme sogar
ein Sinken der durchschnittlichen Angebotsmieten verzeichnet werden,
wobei hier im Vorjahr einzelne Neubauprojekte den höheren Preis
bestimmt hatten.
Zwtl.: Angebot zieht kurzfristig an
Die Zahl der verfügbaren Mietimmobilien ist in mehreren Regionen
deutlich gestiegen. Besonders stark fällt das Plus in
Niederösterreich mit 18 Prozent aus. Auch in Vorarlberg (+15 Prozent)
, Wien (+10 Prozent), Tirol und Kärnten (+9 Prozent) gibt es spürbar
mehr Mietobjekte als noch vor einem Jahr. „In Kombination mit der
stabilen Nachfrage bedeutet das kurzfristig in einigen Regionen eine
leichte Entlastung am Mietmarkt. Für die einzelnen Suchenden zählt
aber natürlich auch die Leistbarkeit und die ist durch das größere
Angebot generell nicht besser geworden,“ so Joseph Obiegbu.
Zwtl.: Mehr Nachfrage in Tirol und der Steiermark, weniger in
Salzburg und Wien
Die Nachfrageentwicklung zeigt ein gemischtes Bild. Während Tirol
(+16 Prozent), die Steiermark (+14 Prozent), Vorarlberg und Kärnten (
+11 Prozent) deutliche Zuwächse verzeichnen, ist das Interesse in
Salzburg (-11 Prozent), im Burgenland (-9 Prozent) und in Wien (-4
Prozent) rückläufig. Der auffällige Rückgang im Burgenland lässt sich
auf einzelne Neubauprojekte des letzten Jahres zurückführen. In
Salzburg zeigt sich ein markanter Rückgang nur in der Stadt Salzburg,
während andere Orte an Interesse gewannen.
Tabellen finden Sie im Anhang!
Über die Datenanalyse
Die im April 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 95.292
Datenpunkten der ersten drei Monate 2024, 2025 und 2026 der auf
ImmoScout24.at veröffentlichten Angebotsdaten. Basis sind
Bruttomieten, das heißt die Nettomiete plus Betriebskosten, exklusive
Heiz- und Stromkosten. Als Berechnungsmethode für das statistische
Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum
Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige
oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird. Analysiert wurden
sowohl Wohnungen als auch Häuser, die zur Miete angeboten werden.