Immobilienpreisspiegel 2026: Niederösterreichischer Markt erholt sich mit Vernunft

3100 St. Pölten (OTS) – Die aktuelle Ausgabe des
Immobilienpreisspiegels 2026 der WKO zeigt
für Niederösterreich eine gesunde und stabile Entwicklung am
Immobilienmarkt. In nahezu allen erhobenen Segmenten sind die Preise
nur moderat gestiegen. Parallel zeigen die erhobenen Marktdaten eine
Erholung an. Im Vergleich zu 2024 stiegen die Transaktionszahlen um
gute 7 Prozent, gleichzeitig erhöhte sich das Transaktionsvolumen um
6 Prozent.

„Der Markt hat zu einer vernünftigen Ausgewogenheit
zurückgefunden, ohne Überhitzung oder grobe Ausschläge“, freut sich
Johannes Wild , Obmann der Fachgruppe Immobilien- und
Vermögenstreuhänder der WKNÖ. „Wir haben es 2025 neben mehr
Abschlüssen zu mehr Zuversicht und Vertrauen geschafft, während sich
die Preise vernünftig und moderat bewegt haben. Niederösterreich
zeigt damit den Weg für nachhaltige und sichere Marktbelebung.“

Moderate Preisentwicklung

Bei den Baugrundstücken liegt Niederösterreich im Durchschnitt
bei 193,33 Euro pro Quadratmeter und damit um 1,67 Prozent über dem
Vorjahr. Eigentumswohnungen im Erstbezug steigen auf 2.728,95 Euro
pro Quadratmeter (+1,03 Prozent), gebrauchte Eigentumswohnungen auf
1.674,48 Euro pro Quadratmeter (+1,28 Prozent). Auch Reihenhäuser mit
1.708,43 Euro pro Quadratmeter (+1,94 Prozent) und Einfamilienhäuser
mit 1.863,32 Euro pro Quadratmeter (+1,88 Prozent) zeigen eine
moderate Aufwärtsbewegung. Mietwohnungen liegen im Durchschnitt bei
8,46 Euro pro Quadratmeter und damit um 1,20 Prozent über dem
Vorjahr.

„Die Zahlen zeigen, dass der Markt wieder lebendiger wird, aber
mit dem richtigen Maß“, erklärt Christine Weber , stellvertretende
Obfrau der Fachgruppe Immobilien- und Vermögenstreuhänder. „Verkäufer
und Käufer gehen wieder mit dem richtigen Augenmaß auf den Markt zu,
Entscheidungen fallen überlegt und realistisch.“

St. Pölten als Landeshauptstadt beweist Standortsicherheit

Ein besonders aussagekräftiger Blick richtet sich auf St. Pölten
als Landeshauptstadt. Dort zeigt sich in mehreren Bereichen eine
spürbar stärkere Entwicklung als im niederösterreichweiten
Durchschnitt. Baugrundstücke steigen in St. Pölten auf 227,81 Euro
pro Quadratmeter und damit um 5,59 Prozent. Eigentum im Erstbezug
liegt bei 3.010,17 Euro pro Quadratmeter (+1,24 Prozent), gebrauchte
Eigentumswohnungen bei 1.897,30 Euro pro Quadratmeter (+0,91 Prozent)
. Reihenhäuser erreichen 1.877,45 Euro pro Quadratmeter (+2,84
Prozent), Einfamilienhäuser 2.020,30 Euro pro Quadratmeter (+2,17
Prozent). Neuwertige Mietwohnungen werden durchschnittlich um 8,82
Euro pro Quadratmeter vermietet (+0,92 Prozent).

Auch bei den gewerblichen Immobilien unterstreicht St. Pölten
seine Rolle als wirtschaftlicher Schwerpunkt: Grundstücke für
Betriebe steigen auf 121,95 Euro pro Quadratmeter (+4,94 Prozent),
Büroflächen auf 9,73 Euro pro Quadratmeter (+1,14 Prozent), während
Geschäftslokale mit 16,31 Euro pro Quadratmeter leicht unter dem
Vorjahr liegen (-1,15 Prozent).

„St. Pölten zeigt deutlich, wie sich ein guter Standort
entwickelt. Die Nachfrage ist gegeben, aber die Preise steigen in
einem vernünftigen Rahmen, der Wirtschaftsstandort gewinnt sichtbar
an Stärke. Das ist kein schneller Hype, sondern ein Zeichen für eine
gute Erholung und für eine stabile Aufwärtsbewegung“, erklärt Wild.

Gewerbeimmobilien insgesamt stabil

Niederösterreichweit bleiben Büroflächen mit 8,68 Euro pro
Quadratmeter stabil, Geschäftslokale steigen nur geringfügig auf 8,20
Euro pro Quadratmeter (+0,12 Prozent), und Betriebsgrundstücke
erreichen 79,89 Euro pro Quadratmeter (+1,97 Prozent).

„Der Immobilienmarkt entwickelt sich tragfähig in
Niederösterreich weiter, sowohl im Wohn- als auch im
Gewerbeimmobilienbereich“, so Christine Weber.

Verlässliche Rahmenbedingungen bleiben entscheidend

„Die erfreuliche Entwicklung am Markt ist jedenfalls Ergebnis des
wohnpolitischen Weges des Landes Niederösterreich. Das deutliche Nein
zur Leerstandsabgabe, der Einsatz gegen die schweren
Finanzierungshürden und eine neue Sanierungsverordnungsnovelle, die
Bestanderhalt wesentlich erleichtert, geben Käuferinnen und Käufern
Zuversicht und Planbarkeit“, hält Weber fest. „Niederösterreich geht
mit bestem Beispiel voran, damit der regionale Markt in jedem Sektor,
gewerblich und gemeinnützig, gut funktioniert und leistbar bleibt“,
sind sich Wild und Weber einig. „Wir sind auf einem soliden und damit
gutem Weg“, so die beiden abschließend.

Immobilienpreisspiegel 2026 ab sofort erhältlich

Der Immobilienpreisspiegel 2026 ist ab sofort zum Preis von 59
Euro erhältlich, für Mitglieder der WKO um 49 Euro, jeweils zzgl. USt
und Versandkosten.

Bestellungen sind beim Fachverband der Immobilien- und
Vermögenstreuhänder, Wiedner Hauptstraße 57/2/2/5, 1040 Wien, per E-
Mail an [email protected] , telefonisch unter 0590900-5522 oder
per Fax an 0590900-115522 möglich.