Wien (OTS) – Seit zehn Jahren leitet der US-Amerikaner Kigen Osho,
mit
bürgerlichen Namen William Ekeson, das Bodhidarma Zendo in Wien. Nach
einer strengen Ausbildung am Mount Baldy Zen Center in Kalifornien
gründete er in Hollywood eine Meditationsgruppe, an der auch viele
Prominente teilnahmen. Als das Hollywood Zen Center am Sunset
Boulevard schön langsam Fahrt aufnahm, wurde er jedoch nach
Österreich gerufen. Anfangs fiel es ihm nicht leicht, Kalifornien für
immer zu verlassen, nicht nur der Sonne, sondern auch der Menschen
wegen, die er im Laufe der Zeit kennengelernt hat. Darunter Leonard
Cohen, der bereits lange vor Kigen Osho den Zen-Buddhismus für sich
entdeckt hatte. Beide wurden von Kyozan Joshu Sasaki Roshi
ausgebildet, jenem Zen-Meister, der die sogenannte Rinzai-Zen-Linie,
eine strenge Form des Zen-Buddhismus, in die USA und somit als erster
in den Westen gebracht hat.
Mittlerweile liebt Kigen Osho es, in Wien zu leben und zu lehren:
„Ich bin sehr glücklich, es war eine der besten Entscheidungen, die
ich je getroffen habe.“ Und auch seine Schüler und Schülerinnen
schätzen ihn sehr. Für viele ist er wie ein Trainer, der Anleitungen
fürs Leben gibt. „Sitzen und Atmen und die Gedanken ohne Bewertung
vorbeiziehen zu lassen, das ist Zen-Buddhismus“, so Kigen Osho. Im
Jahr 2025 ist das Berg-Zendo, das Zen Retreat Center auf der Hohen
Wand, nach japanischem Vorbild und unter der Leitung von Kigen Osho
renoviert worden. Kein Geringerer als Leonard Cohen hat den Umbau
mitfinanziert. In „kreuz & quer nah dran: Im Sitzen zur Erleuchtung:
Porträt eines Zen-Priesters“ gibt Gudrun Lamprecht am Sonntag, dem 4.
Jänner 2026, um 12.35 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON nicht nur Einblicke
in das Leben eines Zen-Priesters, sondern taucht auch tiefer in die
Welt des Zen-Buddhismus ein.