Wien (OTS) – Die heißesten Wochen des Jahres werden traditionell als
Hundstage
bezeichnet. Der Name geht zwar nicht auf unsere vierbeinigen
Begleiter zurück, sondern auf das im Hochsommer gut sichtbare
Sternenbild „Großer Hund“, dennoch sind sie ein guter Anlass, das
Bewusstsein für den richtigen Umgang mit Hunden bei sommerlicher
Hitze zu schärfen: Während Menschen ihre Körpertemperatur unter
anderem durch Schwitzen regulieren können, stehen Hunden dafür nur
eingeschränkte Möglichkeiten zur Verfügung. Sie kühlen sich
hauptsächlich über das Hecheln und in geringem Ausmaß über ihre
Pfotenballen. Hohe Temperaturen, direkte Sonneneinstrahlung und
aufgeheizte Oberflächen können daher rasch zu einer gefährlichen
Überhitzung führen.
„Jeder Hund ist auf die Aufmerksamkeit und das
verantwortungsvolle Handeln seines Menschen angewiesen“, betont
Philipp Ita, Präsident des ÖKV, Österreichs größtem Hundedachverband.
„Gerade bei hohen Temperaturen entscheiden oft einfache Maßnahmen
darüber, ob ein Sommertag für den Hund angenehm oder gesundheitlich
riskant wird.“
Hitze trifft nicht alle Hunde gleich
Wie auch beim Menschen gibt es Hunde, die besonders empfindlich
auf hohe Temperaturen reagieren. Dazu zählen ältere Hunde, Welpen
sowie Tiere mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Übergewicht. Doch
auch gesunde und sportlich geführte Hunde können bei intensiver
körperlicher Aktivität oder hohen Außentemperaturen lebensbedrohlich
belastet werden. Besondere Vorsicht ist außerdem auf Asphalt,
Pflastersteinen oder Sand geboten. Diese Oberflächen können sich in
der Sommersonne auf Temperaturen weit über 50 Grad Celsius aufheizen
und innerhalb weniger Sekunden schmerzhafte Verbrennungen an den
Pfoten verursachen.
Zwtl.: So kommen Hunde gut durch die Hundstage
Der Österreichische Kynologenverband appelliert daher an die
Hundehalterinnen und Hundehalter, Routinen und die Alltagsgestaltung
entsprechend der Temperaturen in Zeiten großer Hitze umzustellen:
– Spaziergänge in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden
verlegen.
– Anstrengende Aktivitäten und Hundesport während der Mittagshitze
vermeiden.
– Immer ausreichend frisches Trinkwasser anbieten – auch unterwegs.
– Schattige Aufenthaltsorte bevorzugen und regelmäßige Ruhepausen
ermöglichen.
– Heiße Asphaltflächen meiden. Der Handrückentest hilft: Ist der
Boden für die eigene Hand zu heiß, ist er auch für Hundepfoten zu
heiß.
– Hunde niemals im geparkten Auto zurücklassen. Bereits wenige
Minuten können im Fahrzeug lebensgefährliche Temperaturen entstehen
lassen – selbst bei geöffnetem Fenster.
– Abkühlung ermöglichen, etwa durch flache Wasserstellen, feuchte
Handtücher oder Kühlmatten. Eiskaltes Wasser oder abrupte
Ganzkörperkühlung sollten vermieden werden.
Zwtl.: Warnzeichen ernst nehmen
Starkes Hecheln, Teilnahmslosigkeit, Taumeln, übermäßiger
Speichelfluss, Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen können Anzeichen
einer Überhitzung sein. In solchen Fällen sollte der Hund sofort an
einen kühlen Ort gebracht, behutsam mit lauwarmem Wasser gekühlt und
unverzüglich tierärztlich versorgt werden. „Verantwortungsvolle
Hundehaltung zeigt sich besonders an heißen Tagen“, so Philipp Ita.
„Wer seinen Hund aufmerksam beobachtet, Aktivitäten an die
Temperaturen anpasst und auf ausreichende Kühlung achtet, leistet
einen wichtigen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Gesundheit seines
vierbeinigen Partners.“
Über den Österreichischen Kynologenverband (ÖKV)
Der Österreichische Kynologenverband (ÖKV), gegründet 1909, ist
der Dachverband von über 100 österreichischen Hundevereinen, die sich
mit der Zucht, Haltung, Erziehung, Ausstellung, Ausbildung und
Prüfung des Hundes beschäftigen und über mehr als 58.000 Mitglieder
verfügen. Gemeinsam mit rund 100 Mitgliedsverbänden, mehr als 500
Vereinen und über 600 Hundeschulen setzt sich der ÖKV seit 1909 für
verantwortungsvolle Hundezucht, qualifizierte Ausbildung und
gesellschaftstaugliche Hunde ein.