St. Pölten (OTS) – Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat heute,
Dienstag, das
„Goldene Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste
um das Bundesland Niederösterreich“ an die beiden ehemaligen
Landeshauptleute Christopher Drexler (Steiermark) und Wilfried
Haslauer (Salzburg) überreicht. Der heutige Tag sei „ein besonderer
Tag für Niederösterreich, für die Gemeinschaft der Bundesländer und
damit für die gesamte Republik“, weil er „die Einigkeit und Einheit
der österreichischen Bundesländer unterstreicht“, betonte die
Landeshauptfrau im Zuge der Verleihung.
Vor genau einem Jahr habe man in Niederösterreich gegen das
Jahrhunderthochwasser gekämpft, aber man habe diesen Kampf nicht
alleine ausgetragen, erinnerte sie eingangs auch an die Unterstützung
durch die anderen Bundesländer: „Der Zusammenhalt der Menschen und
der Bundesländer war stärker als die Hochwasser-Katastrophe.“
Die Bundesländer sorgen dafür, dass die „große“ Politik in den
Regionen und bei den Menschen ankommt, zeigte sich Mikl-Leitner
überzeugt und hielt im Zusammenhang mit der Reformpartnerschaft
zwischen Bund, Ländern und Gemeinden fest: „Wir sparen dort, wo es
geht und investieren dort, wo es notwendig ist. Aber klar ist auch:
Zentralisierung ist nicht gleichzusetzen mit Effizienzsteigerung.“
Das Bundesland Niederösterreich gehe mit gutem Beispiel voran,
verwies sie etwa auf die Gesundheitsreform oder die breit angelegte
Aufgabenkritik in Niederösterreich. „Wir Länder wissen, dass es für
Lösungen das Miteinander braucht“, so die Landeshauptfrau, bestes
Beispiel dafür sei die Landeshauptleute-Konferenz, „wo wir immer über
Länder- und Parteigrenzen hinweg gemeinsame Lösungen suchen“, denn
„die besten Ergebnisse erzielt man nur im Miteinander und
Füreinander“. Drexler und Haslauer seien zwei Persönlichkeiten, „die
dieses Prinzip immer gelebt haben, zum Wohle der Bundesländer und des
gemeinsamen Ganzen“.
„Ein Vollblut-Politiker, rhetorisch brillant, blitzgescheit, mit
Visionen und Ideen und einer großen Freude an der Debatte und am
Diskurs“, charakterisierte sie den ehemaligen steirischen
Landeshauptmann Christopher Drexler. Als Landesrat und
Landeshauptmann habe er auch sensible Themen angesprochen und sei
auch hier „immer vorangegangen“, bezeichnete sie ihn als „Vordenker
und Visionär“. Mit der Steiermark-Schau habe Drexler bei seinem
„Herzensthema Kultur“ ein Markenzeichen für sein Bundesland
geschaffen.
Haslauer habe sein Land „verlässlich, umsichtig und mit ruhiger
Hand“ geführt und auch in schwierigen Lagen „das Wort ergriffen und
Position bezogen“, betonte sie im Zusammenhang mit dem ehemaligen
Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Ihm sei „die Politik in
die Wiege gelegt worden“, aber er sei „trotzdem seinen eigenen Weg
gegangen“, hielt sie fest. „Du bist Jurist und Politiker zugleich, in
beiden Funktionen hast du besonnen und ruhig Entscheidungen getroffen
und umgesetzt“, so Mikl-Leitner.
Christopher Drexler bedankte sich „für diese herausragende
Auszeichnung“, aber auch für die „fruchtbringende Zusammenarbeit mit
Niederösterreich“. Er habe selbst oftmals Ehrenzeichen verleihen
dürfen, heute „bin ich zum ersten Mal auf der anderen Seite
gestanden“, meinte er, und hob die „exzellente Zusammenarbeit und
herzliche Freundschaft“ hervor.
Wilfried Haslauer sah die Ehrung als „Ausdruck des Zusammenhalts“
unter den Landeshauptleuten und den Bundesländern. Er habe in seiner
Zeit in der Politik immer „das Interessante, das Fordernde, das
Bereichernde“ gesehen, meinte er, und betonte im Blick auf die
Zusammenarbeit mit Niederösterreich das Miteinander und den
gemeinsamen Weg.