Hochschulstrategie 2040: ÖH fordert echte Entlastungen für Studierende – keine leeren Versprechen!

Wien (OTS) – Die ÖH begrüßt die Einbindung studentischer Perspektiven
und setzt
sich für langfristig spürbare Verbesserungen ein. Wienerroither
betont die Dringlichkeit: „ Die Frage, wie Studieren im Jahr 2040
möglich sein soll, darf sich nicht auf Visionen beschränken, sie muss
an den realen Problemen ansetzen, mit denen Studierende heute
konfrontiert sind. Selektive Strukturen im Studium, fehlende
psychologische Unterstützungsangebote, unzureichende soziale
Absicherung und mangelnde Studierbarkeit erschweren den Studienalltag
und machen ein Studium für viele unerreichbar .“ In der Arbeitsgruppe
sollen die Rahmenbedingungen für eine Zukunft erarbeitet werden, in
der alle gerechte Chancen im Studium erhalten.

Ein zentraler Aspekt wird die Verbesserung der sozialen
Rahmenbedingungen sein. Darauf weist auch Viktoria Kudrna aus dem ÖH-
Vorsitzteam hin, die vor allem die Bedeutung einer breiten
inhaltlichen Analyse hervorhebt: „ Eine Zukunftsstrategie muss
anerkennen, dass Studierende komplexe Lebensrealitäten haben.
Finanzielle Belastungen, fehlender Wohnraum oder mangelnde Inklusion
wirken sich direkt auf den Studienerfolg aus. Die Arbeitsgruppe
bietet die Chance, diese Probleme sichtbar zu machen und konkrete
Lösungen zu entwickeln. “ Auch die Frage, wie Hochschulen künftig
demokratisch, inklusiv und vielfältig gestaltet werden können, wird
im Arbeitsprozess eine wichtige Rolle spielen.

Zu den bildungspolitischen Schwerpunkten der ÖH gehören die
Verbesserung der Lehrqualität, die gezielte Unterstützung beim
Übergang von Schule zur Hochschule sowie die kritische Prüfung der
immer selektiveren Aufnahmeverfahren. Qualitativ hochwertige Lehre
und gerechte Prüfungsbedingungen sind essenziell, damit alle
Studierenden ihr Potenzial entfalten können. Umut Ovat ergänzt: „ Der
Hochschulraum 2040 muss die Vielfalt der Studierenden widerspiegeln
und allen gleiche Chancen bieten. Dafür braucht es inklusive
Strukturen und mehr studentische Mitbestimmung. Weiterbildungen für
Lehrende, die Neugestaltung der StEOP und faire Aufnahmeverfahren
müssen fester Bestandteil der Hochschulstrategie 2040 sein, um
Ungleichheiten entgegenzuwirken. “ Die ÖH kündigt an, den
Strategieprozess konstruktiv, aber kritisch zu begleiten.

Ziel ist, dass die Hochschulstrategie 2040 nicht nur eine
Sammlung von Zielbildern bleibt, sondern konkrete Schritte
formuliert, die Studieren langfristig erleichtern: Dazu braucht es
eine deutlich bessere soziale Absicherung, damit Studierende ihr
Studium nicht permanent gegen Erwerbsdruck ausbalancieren müssen;
echte Barrierefreiheit, die Studierenden mit Behinderungen
uneingeschränkte Teilhabe ermöglicht; ein massiv gestärktes
psychosoziales Unterstützungsangebot, das der realen Belastungslage
gerecht wird, und Arbeitsbedingungen an Hochschulen, die ausreichend
Zeit für gute Lehre, Betreuung und Forschung schaffen. Für einen
zukunftsfitten Hochschulraum braucht es eine Strategie, die glaubhaft
strukturelle Verbesserungen forciert!