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Hochschule Campus Wien: Erfolgreicher Abschluss des 3D-Betondruck–Forschungsprojekts

Wien (OTS) – Das Forschungszentrum Bauen und Gestalten und der
Studiengang High
Tech Manufacturing der Hochschule Campus Wien setzen gemeinsam einen
Schwerpunkt auf nachhaltiges und ressourcenschonendes Bauen für die
Zukunft. Im von der Stadt Wien | Wirtschaft, Arbeit und Statistik (MA
23) geförderten Projekt C3PO – Concrete! 3D Printed Objects wurden
mittels Roboteranlagen konstruktive Betonbauteile im 3D-
Druckverfahren produziert. Das Forschungsprojekt lief von 1. August
2021 bis zum 31. Juli 2026.

Zwtl.: 3D-Betondruck bringt hohen ökologischen und ökonomischen
Nutzen

Stahlbeton ist der weltweit am stärksten genutzte Baustoff, der
aber erhebliche CO2-Emissionen verursacht. Ziel des 3D-Betondruck-
Forschungsprojekts war es, durch neue Fertigungsmethoden weniger
Material zu verbrauchen und somit ökologischer und auch ökonomischer
zu bauen, erklärt Projektleiter Marc Pfleger . „Durch den Einsatz von
additiven Fertigungsmethoden lassen sich geometrisch komplexe
Bauteile herstellen, die beim zusätzlichen Einsatz von
Vorspannelementen zu sehr materialeffizienten Tragwerken
zusammengesetzt werden können.“

Zwtl.: Materialeinsparungen bis zu zwei Dritteln

Das Besondere am 3D-Betondruck ist, dass im Vergleich zum
herkömmlichen Betonbau bis zu zwei Dritteln Material eingespart
werden können, wobei die Trageigenschaften erhalten bleiben, erklärt
Marc Pfleger. „Die Etablierung von automatisierten
Herstellungsverfahren im Betonbau kann einen wichtigen Schritt für
die Bauwirtschaft bedeuten. Trotz noch offener Forschungsfragen, etwa
zur effizienten Integration von Bewehrungselementen, deuten aktuelle
internationale Forschungsergebnisse darauf hin, dass sich das
Verfahren in den kommenden Jahren zunehmend in der Baupraxis
etablieren wird “

Zwtl.: Eigene 3D-Betondruckanlage entwickelt

Für das Forschungsprojekt wurde am High Tech Campus der
Hochschule Campus Wien vom Forschungszentrum Bauen und Gestalten und
dem Fachbereich High Tech Manufacturing eine eigene 3D-
Betondruckanlage inkl. verschiedener Extrudersysteme entwickelt. Für
den Druckprozess wird ein Industrie-Roboter mit einem sieben Meter
langen Schienensystem eingesetzt. Der Roboter wird auf die genauen
Formen programmiert und trägt dann das Druckmaterial Schicht für
Schicht auf.

Zwtl.: 3D-Betondruck funktioniert

Elisabeth Radl , die die Leitung des Forschungsprojekts zu Beginn
des Jahres übernommen hat, bilanziert: „3D-Betondruck funktioniert.
Das Wichtigste, das uns das Forschungsprojekt C3PO über die letzten
Jahre gezeigt hat, ist: Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung
unserer Forschungsanlage und des Druckmaterials können wir bereits
heute zuverlässig Bauteile im Prototypenstadium herstellen. An diesen
Bauteilen untersuchen wir aktuell das Tragverhalten und die
Dauerhaftigkeit – und schaffen damit wichtige Grundlagen für den
künftigen Praxiseinsatz des 3D-Betondrucks.“

Zwtl.: 16 Bachelor- und 24 Masterarbeiten

Am Forschungsprojekt waren auch Studierende der Bachelor- und
Masterprogramme Bauingenieurwesen – Baumanagement sowie Architektur –
Green Building im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten beteiligt. Sie
unterstützten die Projektarbeit aktiv und wirkten an der
Weiterentwicklung der 3D-Betondrucktechnik im Bauwesen mit. Dies
entspricht dem Motto der Hochschule Campus Wien, nämlich, Forschung,
Praxis und Lehre eng miteinander zu verknüpfen.

Projektleiterin Elisabeth Radl meint: „Mich freut das große
Interesse der Studierenden und besonders, dass wir als Projektteam im
Rahmen des Forschungsprojekts C3PO insgesamt 16 Bachelorarbeiten und
24 Masterarbeiten betreuen durften.“

Zwtl.: Nachfolgeprojekt bereits begonnen

Das Forschungszentrum Bauen und Gestalten der Hochschule Campus
Wien arbeitet derzeit bereits an einem technisch aufwendigen
Folgeprojekt. Während beim Forschungsprojekt C3PO die Technologie
entwickelt wurde und im Sinne von Machbarkeitsuntersuchungen
Prototypenbauteile produziert wurden, geht es beim Folgeprojekt um
größere Betonbauteile oder Deckenelemente, die speziell hinsichtlich
ihrer Biegebeanspruchbarkeit untersucht werden müssen. Diese werden
z.B. bei Deckensystemen von Wohn- und Industriebauten eingesetzt.

Mehr als 25 hochrangige Partner*innen aus der Bauindustrie und
öffentlichen Auftraggeber*innen unterstützen das FFG-
Forschungsprojekt „Concrete 3D Printed Reinforced Objects (C3PRO)“.
Das Folgeprojekt wird von der Hochschule Campus Wien in Kooperation
mit der Technischen Universität Wien und der Österreichischen
Bautechnik Vereinigung durchgeführt.

Zwtl.: Fakten auf einen Blick

(Stand September 2026)

Thema: Erfolgreicher Abschluss des Forschungsprojekts C3PO –
Concrete! 3D Printed Objects des Forschungszentrums Bauen und
Gestalten der Hochschule Campus Wien

Projektleiter: Marc Pfleger und Elisabeth Radl

Kernbotschaften:

– Laufzeit des von der Stadt Wien | Wirtschaft, Arbeit und Statistik
(MA 23) geförderten Forschungsprojekts: 1. August 2021 bis 31. Juli
2026.

– Ziel des 3D-Betondruck-Forschungsprojekts: ökologischer und
ökonomischer zu bauen

– Materialverbrauch von Beton kann durch 3D-Betondruck um bis zu zwei
Drittel reduziert werden

– 16 Bachelor- und 24 Masterarbeiten zum Forschungsprojekt 3D-
Betondruck

– Folgeprojekt „C3PRO – Concrete 3D Printed Reinforced Objects“
bereits gestartet

Hochschule Campus Wien

Mit über 9.000 Studierenden am Campus Altes Landgut, einem
weiteren Standort und zwei Kooperationsstandorten, ist die Hochschule
Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments
Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen und
Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Sozialwissenschaften, Technik
sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot
von mehr als 70 Studienprogrammen in berufsbegleitender und Vollzeit-
Form zur Auswahl. Anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung wird
in neun fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und
Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und
Zertifikatsprogrammen deckt die Hochschule über die Campus Wien
Academy ab. Die Hochschule Campus Wien ist Gründungsmitglied im
Bündnis Nachhaltige Hochschulen.

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