Hergovich am Landesparteitag: SPÖ hat einen guten Plan für Niederösterreich

St. Pölten (OTS) – Mit überzeugenden 86,27 Prozent wurde Sven
Hergovich als
Landesparteivorsitzender der SPÖ Niederösterreich bestätigt. Unter
großem Applaus bedankte sich der 37-jährige Purkersdorfer für das
große Vertrauen im Vorfeld der Landtagswahlen 2028. Hergovich ist als
Vorsitzender für die kommenden vier Jahre gewählt. Auch die
Stellvertreterinnen und Stellvertreter sowie die Mitglieder der
Gremien wurden mit großer Mehrheit gewählt.

Nach einleitenden Begrüßungsworten der Vösendorfer
Bürgermeisterin Gabriele Scharrer führte Landesgeschäftsführer
Wolfgang Zwander durchs Programm. Er bilanziert: „Mit diesem klaren
Votum für Sven Hergovich geht die SPÖ Niederösterreich mit neuer
Kraft in Richtung Landtagswahl. Die Sozialdemokratie bietet mit
Abstand die besten Antworten auf die großen Probleme unserer Zeit.
Mit den heutigen, von Aufbruch und Einigkeit getragenen
Entscheidungen können wir unsere inhaltliche Stärke nun noch besser
zu den Menschen in Niederösterreich bringen. Die kommenden Monate bis
zur Landtagswahl stehen somit ganz im Zeichen des Werbens für ein
starkes, soziales und gerechtes Niederösterreich.“

Hergovich richtete vor seiner Wahl in seiner, immer wieder von
Applaus unterbrochenen Rede, einen eindringlichen Appell für
Zusammenhalt, soziale Gerechtigkeit und den Erhalt der
Gesundheitsversorgung an die Delegierten, Gäste und anwesenden
Medienvertreter.

SPÖ-NÖ-Vorsitzender Sven Hergovich hat beim Landesparteitag der
SPÖ Niederösterreich die Partei auf die kommenden Jahre
eingeschworen. Hergovich betonte die Geschlossenheit der
Sozialdemokratie und machte klar, dass die politischen Gegner nicht
in den eigenen Reihen, sondern auf den schwarz-blauen
Regierungsbänken sitzen. „Wir sind eine Partei. Wir haben eine
Geschichte. Und wir haben einen Auftrag: Diejenigen zu vertreten, die
keine starke Lobby haben. Jene Menschen, die nicht von Vermögen
leben, sondern von ihrer Arbeit. Die Sozialdemokratie lebt. Und mit
uns ist wieder zu rechnen“, so Hergovich vor den Delegierten.

Breiten Raum nahm in seiner Rede die Gesundheitsversorgung in
Niederösterreich ein. Hergovich bekräftigte die Haltung der SPÖ
Niederösterreich, dass es keine Verschlechterungen bei der
Notarztversorgung geben darf. Der Landesparteitag beschloss dazu
einen Dringlichkeitsantrag zum Erhalt aller Notarztstandorte. „Kein
Standort darf geschlossen werden, bevor es nicht mindestens einen
gleichwertigen Ersatz gibt. So war es vereinbart. Wer jetzt
Notarztstandorte ohne Ersatz zusperren will, bricht den
Gesundheitspakt und setzt die Gesundheit der Niederösterreicherinnen
und Niederösterreicher aufs Spiel. Unser Notarzt bleibt!“, stellte
Hergovich klar.

Scharfe Kritik übte der SPÖ-NÖ-Vorsitzende an der Gesundheits-
und Sozialpolitik von ÖVP und FPÖ. Während Patientinnen und Patienten
auf Operationen warten müssten, Pflegekräfte unter Druck stünden und
viele Menschen unter der Teuerung leiden, fehlt es der
Landesregierung an Lösungen.

Als sozialdemokratische Antwort auf diese Ideenlosigkeit verwies
Hergovich auf den „Plan für Niederösterreich“ der SPÖ
Niederösterreich. Ein Plan mit konkreten und finanzierbaren Maßnahmen
für leistbares Wohnen, kostenlose Ganztagesbetreuung im Kindergarten,
eine bessere Gesundheitsversorgung, niedrigere Energiepreise und mehr
Perspektiven durch faire Arbeit. „Hunderttausende Menschen stehen
jeden Tag auf, um unser Land am Laufen zu halten. Für diese Menschen
wollen und müssen wir Niederösterreich besser machen. Genau dafür
haben wir konkrete und umsetzbare Vorschläge“, betonte Hergovich.

Hergovich betonte, dass die SPÖ Niederösterreich ein klares
sicherheitspolitisches Profil hat. Eine restriktive Migrationspolitik
gehört ebenso zum Wertekanon der Sozialdemokratie wie klare
Bekenntnisse zur Integration und zu einer offenen Gesellschaft.

Besonders emotional wurde die Rede, als Hergovich über seine
Rolle als Vater sprach und einen Brief an seine Tochter Marie vorlas.
Darin formulierte er seinen Wunsch nach einem gerechten, sicheren und
menschlichen Niederösterreich für die nächste Generation. „Am Ende
geht es nicht um Schlagzeilen und nicht um uns selbst. Es geht um die
Menschen in unserem Land. Um Familien, die sich ein gutes Leben
erarbeiten. Um Kinder, die eine faire Chance verdienen. Und um ein
Niederösterreich, das zusammenhält und niemanden zurücklässt“, sagte
Hergovich.

Zum Abschluss versprach der Landesparteivorsitzende, gemeinsam
mit dem neu gewählten Präsidium und Vorstand jeden Tag für ein
gerechteres Niederösterreich zu kämpfen: „Dieser Weg ist kein Weg
eines Einzelnen. Es ist unser gemeinsamer Weg.“

Unter den zahlreichen Gratulanten befanden sich neben der am
Vortag eindrucksvoll bestätigten Frauenvorsitzenden
Landtagspräsidentin Elvira Schmidt, AK-Präsident Markus Wieser, GVV-
Präsident Andreas Kollross, PVÖ-Obmann Rupert Dworak, Landesrätin Eva
Prischl, Klubobmann Hannes Weninger und St. Pöltens Bürgermeister und
Städtebundobmann Matthias Stadler. Bundesparteivorsitzender Andreas
Babler, Finanzminister Markus Marterbauer, Sozialministerin Korinna
Schumann und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig sowie
Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim brachten die Bundesperspektive
ein und gratulierten dem neu gewählten Vorsitzenden ebenfalls
herzlich.