Helga Krismer zu Ötscherlifte: Flucht nach vorn – wer kontrolliert hier wen?

St. Pölten (OTS) – „Die entscheidende Frage ist nicht, ob der Ötscher
weiter betrieben
wird – die entscheidende Frage ist, warum die Regierenden sich jetzt
selbst durch den Landesrechnungshof prüfen lassen wollen. Wenn ÖVP
und FPÖ plötzlich eine Landesrechnungshofprüfung beantragen, ist das
kein Zeichen von Transparenz – das ist ein Zeichen dafür, dass
irgendjemand anderes bereits zu fragen beginnt oder haben Kurt Hackl
und Reinhard Teufl Angst vor dem Rechnungshof Österreich?“, so Helga
Krismer, Klubobfrau der Grünen im NÖ Landtag.

Kurt Hackl spricht von roten Zahlen bei den Ötscherliften – gut,
dann soll er sie auch offenlegen. Die Niederösterreicherinnen und
Niederösterreicher haben ein Recht darauf zu wissen, wie das
Steuergeld in den Betrieben der ecoplus Alpin wirklich eingesetzt
wird. Das Landesverwaltungsgericht hat es Helga Krismer bislang
verwehrt, Einblick in die Jahresabschlüsse der Hochkar & Ötscher
Tourismus GmbH zu erhalten – getrennt nach den internen
Rechnungskreisen Lackenhof und Hochkar. Diese Trennung ist
entscheidend: Nur so lässt sich beurteilen, welcher Standort
tatsächlich Gewinne erwirtschaftet und welcher dauerhaft Verluste
produziert.

„Zehn bis zwanzig Millionen Euro aus dem Doppelbudget für
Sommertourismus – das klingt nach Plan B. Oder ist es vielleicht Plan
C, weil Plan A, nämlich Thomas Prinzhorn als Investor, nicht mehr im
Spiel ist?“, fragt Helga Krismer. Für die Grünen ist klar: Bevor
neues Steuergeld fließt, braucht es vollständige Transparenz über die
bisherigen Verluste, klare Zurechnung auf Lackenhof und Hochkar, und
eine ehrliche Antwort darauf, warum sich ausgerechnet jetzt – und
ausgerechnet durch den eigenen Landesrechnungshof – geprüft werden
soll. „Wer sich selbst kontrollieren lässt, kontrolliert sich nicht“,
so Helga Krismer abschließend.