Schönheit

Heinz Fischer präsentierte „Politik braucht ein Gewissen“ im Schlosstheater Schönbrunn

Wien (OTS) – Mehr als 100 Gäste besuchten am Donnerstag die
Präsentation von Heinz
Fischers fünfbändiger Edition „Politik braucht ein Gewissen – Reden
1971–2025“ im Schlosstheater Schönbrunn. Im Gespräch mit der
ehemaligen Bundesministerin Hilde Hawlicek blickte der frühere
Bundespräsident auf mehrere Jahrzehnte österreichischer Politik
zurück. Veranstaltet wurde der Nachmittag von der SPÖ-Bundesbildung
und der Wiener Bildungsakademie.****

Die Edition versammelt 832 Reden aus Fischers politischem Wirken
zwischen 1971 und 2025. Sie reicht von seiner Zeit als
Nationalratsabgeordneter über seine Tätigkeit als
Wissenschaftsminister und Nationalratspräsident bis zu seiner
Bundespräsidentschaft und den Jahren danach. Die Reden werden in
ihren jeweiligen politischen und historischen Zusammenhang gestellt.

Schmid: Erfahrungen an kommende Generationen weitergeben

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Gerhard Schmid, Vorsitzendem
der SPÖ-Bundesbildung und Drittem Präsidenten des Wiener Landtages.
„Politische Bildung bedeutet für mich immer auch, miteinander ins
Gespräch zu kommen und Erfahrungen unterschiedlicher Generationen
weiterzugeben. Gerade die Auseinandersetzung mit unserer eigenen
Geschichte ist dabei unverzichtbar“, betonte Schmid. Fischers
Erfahrungen zu dokumentieren und darüber zu diskutieren, sei ein
wertvoller Beitrag für kommende Generationen.

Fischer: Reden im Kontext ihrer Zeit betrachten

Das Gespräch zwischen Fischer und Hawlicek moderierte der
Historiker Flavio Schily. Fischer hob hervor, dass seine Reden in
sehr unterschiedlichen politischen Situationen entstanden seien: „Es
ist wichtig, diese Reden immer auch in ihrem damaligen politischen
und gesellschaftlichen Kontext zu sehen.“ Gerade dieser Zusammenhang
mache die Edition auch zu einem Dokument österreichischer
Zeitgeschichte. Fischer dankte seiner Frau Margit für ihre
langjährige Unterstützung sowie dem Czernin Verlag für die Umsetzung
der fünfbändigen Ausgabe.

Hawlicek erinnerte an die lange gemeinsame Geschichte mit
Fischer: „Wir waren bereits befreundet, bevor sich unsere politischen
Wege immer wieder gekreuzt haben.“ Neben der politischen Arbeit seien
ihr viele persönliche und freudvolle Momente in Erinnerung geblieben.

SPÖ-Bundesbildungsgeschäftsführer und Bundesrat Wolfgang Markytan
unterstrich den Wert des persönlichen Austauschs: „Geschichte wird
besonders greifbar, wenn jene Menschen darüber erzählen, die selbst
dabei waren und politische Entwicklungen mitgestaltet haben. Genau
diesen Austausch zwischen den Generationen wollen wir mit unserer
Bildungsarbeit ermöglichen.“

Im Anschluss nahm sich Fischer Zeit für Gespräche, Fotos und die
Signierung der vor Ort erhältlichen Bücher.

Fotos: SPÖ Bildung/Christian Bader
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Rückfragen: SPÖ-Bundesbildung, [email protected]