Wien (OTS) – „Der österreichische Handel ist mit über 600.000
Beschäftigten der
zweitgrößte Arbeitgeber Österreichs, ein unverzichtbarer Motor
unserer Wirtschaft und unser wichtigster Bündnispartner im Kampf
gegen die Teuerung. Wir haben ein klares Ziel, wir wollen die Lohn-
Preis-Spirale durchbrechen, das ist entscheidend für die
Wettbewerbsfähigkeit Österreichs, sichert Jobs und Einkommen. Das
gelingt uns nur im Schulterschluss und durch die konsequente
Umsetzung von Maßnahmen.“
Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer
„Der Handel ist nicht Treiber der Teuerung, sondern selbst massiv
betroffen – von hohen Energie- und Rohstoffkosten bis hin zur
schwachen Kaufkraft. Gleichzeitig sind wir einer der größten
Arbeitgeber des Landes und sichern täglich die Versorgung. Umso
wichtiger ist es, dass wir gemeinsam mit der Politik an Lösungen
arbeiten. Ich begrüße es ausdrücklich, dass die Bundesregierung auf
Dialog statt Schuldzuweisungen setzt. Nur im Schulterschluss können
wir die Inflation wirksam bekämpfen, Bürokratie abbauen und die
Kaufkraft der Menschen stärken.“
Bundespartenobmann Handel Rainer Trefelik
Im Rahmen des WKÖ-Handelstags bekräftigte Bundesminister Wolfgang
Hattmannsdorfer den Plan der Bundesregierung die Inflation auf 2% zu
senken und stellte klar: „Dieses Ziel können wir nur gemeinsam mit
dem Handel erreichen.“ Geplant ist eine Reihe von Maßnahmen, um die
Inflation zu bremsen. Darunter auch zahlreiche Maßnahmen, die im
Schulterschluss mit dem Handel umgesetzt werden sollen. „Klar ist für
mich, diese Maßnahmen sollen keine zusätzliche Bürokratie verursachen
und wir dürfen den Handel für die Entwicklungen nicht verantwortlich
machen. Vielmehr müssen wir jetzt zusammenhelfen, uns die
Wertschöpfungsketten ansehen und so die Teuerung bremsen.“
Zwtl.: Konsequenter Plan gegen die Teuerung soll Inflation auf 2%
bringen
Bundesminister Hattmannsdorfer skizzierte dabei nochmals den
Fahrplan der Bundesregierung bis Jahresende:
–
In Umsetzung: Rabatte und Preiskontrollen
Mit einem Erlass an die Bundesländer werden aktuell Rabatte und
Preisauszeichnungen im Lebensmittelhandel verstärkt kontrolliert.
Rabatte müssen sich stets auf den niedrigsten Preis der letzten 30
Tage beziehen. Erste Ergebnisse der Aktion werden bis Ende Oktober
erwartet, um daraus allfällige Folgeschritte abzuleiten.
–
Novelle der Grundpreisauszeichnung bis Jahresende
Die Grundpreisauszeichnung wird modernisiert, damit Preise
leichter vergleichbar sind – etwa Kilopreis vs. Preis pro Kapsel bei
Kaffee. Vorgesehen sind größere Schriftgrößen, Regelungen für
digitale Preisschilder und einheitliche Standards. Ein Entwurf für
die neue Verordnung soll bis Jahresende vorliegen.
–
Gesetzliche Regelung gegen Shrinkflation bis Jahresende
Versteckte Preiserhöhungen durch kleinere Packungsgrößen bei
gleichem Preis müssen künftig entsprechend gekennzeichnet werden.
Damit erhalten Konsumentinnen und Konsumenten klare Informationen.
Ein entsprechendes Gesetz soll bis Ende 2025 vorgelegt werden.
–
Preisbeobachtung neu ausrichten
Die Preiskommission soll künftig vierteljährlich die
Preisentwicklung analysieren und Auffälligkeiten melden. Grundlage
sind Daten von Statistik Austria und die Ergebnisse der BWB. So wird
die Preisbeobachtung strukturiert, transparent und
handlungsorientiert.
–
International: Bekämpfung des „Österreich-Aufschlags“
Österreich setzt sich auf EU-Ebene dafür ein, dass territoriale
Lieferbeschränkungen rasch beendet werden. Auf Initiative Österreichs
wird das Thema kommenden Montag am EU-Wettbewerbsfähigkeitsrat
beraten.