Wien (OTS) – „Die aktuellen Zahlen der Grundwasserstände in
Österreich sind
alarmierend: Rund 70 Prozent sind bereits Anfang Mai zu niedrig. Das
ist kein Ausreißer, sondern ein deutliches Warnsignal der
Klimakrise“, sagt Lukas Hammer, Umweltsprecher der Grünen. Besonders
betroffen sind laut aktuellen Analysen Oberösterreich, Salzburg und
Kärnten. An zahlreichen Messstellen wurden darüber hinaus historische
Tiefststände gemessen.
Mit Blick auf die dramatische Situation in der Steiermark warnt
Hammer: „Wenn Landwirte bereits jetzt von möglichen Totalausfällen
berichten, dann zeigt das, wie real die Klimakrise längst in unserem
Alltag angekommen ist. Wenn Regen ausbleibt, steht nicht nur die
Ernte, sondern die gesamte Lebensmittelversorgung unter Druck. Das
ist keine Zukunftsprognose mehr – das passiert jetzt.“
Scharfe Kritik übt Hammer am Kurs der Bundesregierung: „Während
wir Grüne alles darangesetzt haben, Österreich aus der fossilen
Abhängigkeit zu führen und unsere Lebensgrundlagen zu schützen, tritt
die Bundesregierung jetzt auf die Bremse. E-Mobilität wird verteuert,
Zugfahren teurer gemacht, der Umstieg auf erneuerbare Energien
ausgebremst. Statt gegenzusteuern, wird beim Klimaschutz gekürzt –
mit dramatischen Folgen. Das ist nicht nur kurzsichtig, sondern
angesichts austrocknender Böden und sinkender Grundwasserspiegel
schlicht verantwortungslos.“
„Unsere wichtigste Trinkwasserquelle gerät zunehmend unter Druck.
Gleichzeitig fehlt uns immer noch die notwendige Transparenz darüber,
wie viel Wasser tatsächlich von Industrie und Landwirtschaft
entnommen wird“, sagt Hammer und fordert: „Wir brauchen endlich die
Umsetzung eines Wasserentnahme-Registers, um zu wissen, wer wie viel
Wasser verbraucht. Ohne diese Daten können wir keine nachhaltige
Politik machen.“
Für den Umweltsprecher der Grünen ist klar: „Österreich muss
dringend handeln. Ein sparsamer und verantwortungsbewusster Umgang
mit unserem Wasser ist das, was es jetzt braucht. Die Bundesregierung
ist in der Verantwortung unsere Ressourcen zu schützen und die
Klimakrise endlich ernst nehmen.“