Wien (OTS) – Wie heute medial bekannt wurde, soll der SPÖ-nahe
Manager Michael
Strebl direkt vom Chefsessel des Energieversorgers Wien Energie auf
den SPÖ-Vorstandsposten in der E-Control wechseln. Der
Energiesprecher der Grünen, Lukas Hammer, kritisiert die
Personalrochade scharf: „Die SPÖ betreibt schamlosen Postenschacher
aus dem letzten Jahrhundert in Reinkultur. Alle Bedenken hinsichtlich
Compliance werden in den Wind geschlagen. Jetzt soll der
Energiemanager plötzlich jene Firma überwachen, von der er gerade
noch selbst bezahlt wurde. Das ist in etwa so, als ob Ralf Rangnick
als ÖFB-Teamtrainer kündigt und dann nominiert wird, bei der WM als
Schiedsrichter ein Spiel von Österreich zu pfeifen.“
Die E-Control ist die Regulierungsbehörde für die Elektrizitäts-
und Gaswirtschaft in Österreich. Die Behörde legt Regeln für den
Wettbewerb fest und greift ein, wenn dagegen verstoßen wird. Ein
unabhängiger Vorstand ohne Interessenskonflikte, der in einem
transparenten und diskriminierungsfreien Auswahlprozess gefunden
wird, ist für die Grünen deshalb unverzichtbar. „Wir haben uns in den
letzten Verhandlungen zum E-Control-Gesetz im Dezember für eine
Cooling-Off Phase für Vorstände der Regulierungsbehörde und eine
klare Verankerung, dass Vorstände frei von Wirtschaftsinteressen sein
müssen, eingesetzt. Doch die Regierung hat diese Regelung blockiert.
Jetzt ist glasklar warum. Die SPÖ von Andi Babler setzt ihren
Vertrauten ein und ÖVP-Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer spielt
mit“, kritisiert Hammer.