Grüne Wirtschaft Wien im Wirtschaftsparlament: „Reform der Wirtschaftskammer muss allen Betrieben zugutekommen“

Wien (OTS) – Die Grüne Wirtschaft Wien brachte im heutigen Wiener
Wirtschaftsparlament mehrere Anträge zur gezielten Unterstützung von
Ein-Personen-Unternehmen (EPU) und kleinen Betrieben ein. Im Fokus
standen soziale Absicherung, Digitalisierung, Energieeffizienz und
eine moderne, demokratische Wirtschaftskammer.

„Kein Unternehmen in Wien beschäftigt 72.000 Mitarbeiter:innen –
aber über 72.000 EPU tragen täglich die Wiener Wirtschaft. Diese
Realität muss endlich im Zentrum der Wirtschaftspolitik stehen“ ,
sagt Sonja Franzke, Regionalsprecherin der Grünen Wirtschaft Wien.

Die Grüne Wirtschaft begrüßt Entlastungen wie die Senkung der
Lohnnebenkosten und die Diskussion über geringere Kammerumlagen.
Gleichzeitig kritisiert sie, dass viele Maßnahmen an der
Lebensrealität kleiner Betriebe vorbeigehen.

„Wer keine Mitarbeiter:innen beschäftigt, profitiert weder von
niedrigeren Lohnnebenkosten noch von einer Senkung der KU2. Reformen
der Wirtschaftskammer müssen allen Betrieben zugutekommen – nicht nur
größeren“ , so Franzke.

Auch demokratiepolitisch fordert die Grüne Wirtschaft Vorschläge
von der Wirtschaftskammer Wien. Hans Arsenovic verwies auf die
historisch niedrige Wahlbeteiligung von 25,32 Prozent bei den
Wirtschaftskammerwahlen 2025: „Wer eine starke Interessenvertretung
will, muss dafür sorgen, dass sich Mitglieder vertreten fühlen und
sich beteiligen können.“

Ein Erfolg gelang beim Thema Energieeffizienz: Die
Wirtschaftskammer Wien wird sich auf Initiative der Grünen Wirtschaft
künftig für den Ausbau von Förderungen für betriebliche
Energieeffizienz und erneuerbare Energien einsetzen.

Schockierend findet die Grüne Wirtschaft hingegen den Umgang der
Interessensvertretung mit dem Thema Compliance innerhalb der eigenen
Strukturen. Ein Antrag auf Beschäftigung mit einer unabhängigen
Vertrauensstellen bzw. klaren Richtlinien fand keine Unterstützung.

„Gerade Interessensvertretungen müssen bei Transparenz, Fairness
und respektvollem Umgang mit gutem Beispiel vorangehen“ , so Franzke.