Grüne Wien/Stark, Steiner: Halbherzige Fahrradstraße Auhofstraße verärgert alle

Wien (OTS) – Heute wird in Wien-Hietzing die neue Fahrradstraße in
der Auhofstraße
eröffnet. Was als wichtiger Schritt für eine sichere Radverbindung
Richtung Westen gedacht war, entpuppt sich als unausgereifte Lösung,
die niemanden zufriedenstellt. „Die Auhofstraße ist die einzige
ganzjährig nutzbare Radverbindung in den Westen Wiens. Eine
Fahrradstraße wäre eigentlich ein großer Fortschritt – doch von einer
hochwertigen Umsetzung wie in der Argentinierstraße ist kaum etwas
übriggeblieben“, kritisiert Kilian Stark, Sprecher für Mobilität und
Stadtplanung der Grünen Wien.

„Umgestaltet wurden lediglich einzelne Kreuzungen. Es fehlt an
Erkennbarkeit – etwa durch durchgängigen farbigen Belag –, es fehlt
konsequente Verkehrsberuhigung und durchgängig sichere Führung. Wir
wollen eine Fahrradstraße von der alle profitieren: Eine sichere
Radroute für Jung und Alt, Verkehrsberuhigung und mehr Lebensqualität
für die Anrainer:innen. Mit der jetzigen halben Sache ist zurecht
niemand glücklich. Wir fordern deshalb klare Nachbesserungen nach dem
Vorbild der Argentinierstraße: weniger Durchzugsverkehr und eine
Gestaltung, die auf den ersten Blick zeigt, dass Autos nur zu Gast
sind und Fußgänger:innen sicher unterwegs sein können“, so Stark.

Alexandra Steiner, Klubobfrau der Grünen Hietzing, kritisiert die
fehlende Einbindung der Betroffenen: „Die Fahrradstraße in der
Auhofstraße ist leider wieder ein Beispiel dafür, wie eine gute Idee
unzureichend umgesetzt wurde. Bei der Planung wurden weder
Anrainer:innen noch Interessenvertretungen wirklich eingebunden – es
gab lediglich eine Infoveranstaltung und ein Informationsmeeting. Das
Ergebnis ist nun eine halbe Sache, die zurecht viel Unmut erzeugt.“
Besonders problematisch sei, dass das negative Erlebnis nun häufig
den Radfahrer:innen angelastet werde: „Dabei sind auch sie mit der
Lösung nur bedingt zufrieden. Erschreckend ist vor allem, dass
unmittelbar vor den Schulen keinerlei echte Verkehrsberuhigung
erreicht wurde“, so Steiner.

„Hietzings erste richtige Fahrradstraße hätte ein Aushängeschild
für die Fortführung einer guten Idee werden können. Das ist sie
nicht. Noch nicht. Mit den richtigen Nachbesserungen kann das Projekt
aber immer noch gelingen“, so Steiner und Stark abschließend.