Grüne Wien/Pühringer, Malle, Stadler: Wiener Bildungskrise ungebremst – und kein Ende in Sicht

Wien (OTS) – „Alle Jahre wieder wird am Tag der Elementarbildung auf
die großen
Probleme hingewiesen. Und alle Jahre wieder folgen die gleichen
Beteuerungen und Ankündigungen, zuletzt in der Rede von Stadträtin
Emmerling. Auch die immer wiederkehrenden Phrasen von Wertschätzung
und Dankbarkeit gegenüber den Pädagog:innen helfen Kindern, Eltern
und Pädagog:innen keinen einzigen Schritt weiter“, kritisiert Judith
Pühringer, Parteivorsitzende Grüne Wien, den anhaltenden Stillstand
in der Wiener Bildungskrise. „Angesichts der Herausforderungen in
Wiens Kindergärten ist es viel zu wenig, nur ein inhaltsleeres ‚neu
denken‘ hinzuwerfen. Die angekündigte Umfrage, um längst bekannte
Probleme zu erfragen, ist eine Frotzelei der Pädagog:innen, die seit
Jahren auf die Straße protestieren gehen“, so Pühringer. Für die Neos
– seit über 5 Jahren für Bildung in Wien zuständig – müsse gelten:
„Endlich handeln statt neu denken.“

Geraubte Bildungschancen

„Die traurige Bilanz nach über fünf Jahren pinker Bildungspolitik
ist, dass die Kinder in Wien nicht bessere, sondern schlechtere
Bildungschancen haben“, so Julia Malle und Felix Stadler, die
Bildungssprecher:innen der Wiener Grünen. Es sei hinlänglich bekannt,
wo angesetzt werden müsse: „Die Gruppengrößen in den Kindergärten
sind noch immer nicht kleiner, der Personalmangel groß wie nie, die
Deutschförderkräfte noch immer nicht ausreichend ausgebaut. Das
Ergebnis dieser mutlosen Neos-Politik sind geraubte Bildungschancen
für tausende Wiener Kinder“, so Malle und Stadler. Auch das
Systemversagen in der Deutschförderung sei noch immer ungelöst.
Gleichzeitig würden auch noch immer hunderte Kinder mit Behinderung
auf einen Kindergartenplatz warten, erinnern die Grünen.

Bund-Wien-Konstellation ohne Effekt

„Wiens Kinder warten dringend auf Verbesserungen. Als die Neos
vor fast einem Jahr das Bildungsministerium übernommen haben, wurde
ihrerseits die Chance groß angepriesen, die sich in Kombination mit
dem Wiener Bildungsressort geben würde. Davon ist leider nichts zu
merken“, halten Malle und Stadler abschließend fest.