Grüne Wien: Nachruf auf Eva Hauk (1941–2025)

Wien (OTS) – „Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Eva Hauk, die
nach langer
Krankheit verstorben ist. Mit ihr verlieren wir eine
leidenschaftliche Kämpferin für Umwelt- und Klimaschutz, soziale
Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung“, so Georg Prack,
Klubobmann der Wiener Grünen.

Eva Hauk war eine Grüne der ersten Stunde. Schon als Mitglied der
1982 gegründeten Vereinten Grünen Österreichs (VGÖ) setzte sie sich
mit großer Überzeugung für die Gründung einer gemeinsamen grünen
Bewegung ein. Am ersten Bundeskongress der Grünen Alternative im
Februar 1987 in Klagenfurt wurde sie in den Bundesvorstand gewählt –
der Beginn einer beeindruckenden, über 25 Jahre dauernden politischen
Laufbahn innerhalb der Grünen.

„Eva Hauk war eine Vordenkerin, eine Mutmacherin, eine
Brückenbauerin. Sie hat Spuren hinterlassen – politisch wie
menschlich. Ihr Einsatz für eine gerechtere, lebenswertere Welt
bleibt für viele ein Vorbild“, betont Wolfgang Orgler, Klubobmann der
Donaustädter Grünen. „Die Erhaltung einer intakten Umwelt war Evas
Herzensanliegen. Sie war eine der ersten Besetzer:innen der
Stopfenreuther Au im Protest gegen das geplante Donaukraftwerk
Hainburg“, ergänzt Heidi Sequenz, Gemeinderätin der Wiener Grünen.
Dieser historische Widerstand führte letztlich zur Errichtung des
Nationalparks Donau-Auen, der 1996 eröffnet wurde – ein Meilenstein
des österreichischen Umweltschutzes, dem Eva mit ihrem Engagement
entscheidend den Weg ebnete.

Mit derselben Entschlossenheit engagierte sich Eva Hauk früh
gegen den Bau der Lobauautobahn durch den Nationalpark. 2003
organisierte sie eine viel beachtete Kundgebung in der Lobau – mit
dabei auch der heutige Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Ihre
klare Haltung, ihr Mut und ihr strategischer Weitblick machten sie zu
einer der prägenden Stimmen im Kampf gegen dieses umstrittene
Projekt.

Auch auf Bezirksebene prägte Eva Hauk über viele Jahre die
Politik: Von 1991 bis 1996 war sie Bezirksrätin in der Josefstadt,
später, von 2001 bis 2012, Klubobfrau der Grünen Donaustadt. In
dieser Funktion setzte sie sich unter anderem für die Ausweitung des
Kirschblütenparks und für die Führung der Straßenbahnlinie 25 durch
die Tokiostraße ein – Projekte, die sie mit Ausdauer und
Beharrlichkeit vorantrieb.