Grüne Wien/Malle: Späte Einsicht der Stadt Wien – jetzt bei Ausschreibungen künftig mehr Frauen berücksichtigen

Wien (OTS) – „Spät, aber doch, zeigt die Stadt Wien Einsicht und wird
nun in mehr
als 60 Unternehmen die obersten Leitungspositionen nur mehr mit
Ausschreibungen besetzen“, so die stellvertretende Klubobfrau der
Grünen Wien, Julia Malle. Erst vor ein paar Monaten hat die
Postenvergabe für den scheidenden ÖVP-Mandatar Manfred Juraczka für
Aufregung gesorgt, weil es davor keine öffentliche Ausschreibung gab.
Die Grünen Wien haben Ende letzten Jahres den Stadtrechnungshof
beauftragt zu prüfen, ob hier das Stellenbesetzungsgesetz umgangen
werden sollte.

„Wenn die Rot-Pinke Stadtregierung nun endlich öffentliche
Führungspositionen mit Ausschreibungen besetzen will, dann kann man
gleich Nägel mit Köpfen machen und bei diesen Ausschreibungen Frauen
stärker berücksichtigen. Das Ziel ist, den Frauenanteil im
Aufsichtsrat von städtischen Unternehmen auf 50 Prozent zu erhöhen“,
so Malle. Derzeit sind zum Beispiel bei den Wiener Stadtwerken nur 30
Prozent Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Auch in anderen
Führungsbereichen sind Positionen mit Top-Gehältern überwiegend von
Männern besetzt. „Postenschacher ist historisch überwiegend männlich.
Mit mehr Transparenz und einer gesetzlich geregelten
Ausschreibungspolitik wird dem Postenschacher hoffentlich ein Riegel
vorgeschoben“.