Wien (OTS) – „Die aktuelle Untersuchung der bundesweiten
Fernwärmepreise zeigt,
dass die Konsument:innen in Wien mit Abstand die höchsten Preise
bezahlen müssen. Das ist das Ergebnis des Durchwinkens bei
vergangenen Preiserhöhungen von Bürgermeister Ludwig“, so Peter
Kraus, Parteivorsitzender Grüne Wien. Der Tarifvergleich der
Bundesländer zeige außerdem einmal mehr, wie wichtig Preistransparenz
sei, so Kraus.
Bereits 2022 fatale Preissteigerungen in Wien
Schon in der Vergangenheit ist Wien mit im Vergleich sehr hohen
Fernwärmepreisen aufgefallen – und ist dabei politisch mehrmals
untätig geblieben. Das schlägt sich in der aktuellen Auswertung nun
nieder. Denn bereits im Sommer 2022 hat Bürgermeister Ludwig – trotz
aller Warnungen – eine 92-prozentige Erhöhung der Fernwärmepreise bei
der Wien Energie einfach durchgewunken. Seit damals müssen die
Wiener:innen Monat für Monat teils extrem hohe Fernwärmepreise
zahlen, die in keinem Verhältnis zur allgemeinen
Energiepreissteigerung standen. „Es zeigt sich erneut das drastische
Ausmaß der fatalen Preiserhöhungen in Wien. Der Bürgermeister hat es
selbst in der Hand und muss diesen Fehler korrigieren“, so Kraus.
Andere Bundesländer, wie etwa Oberösterreich mit dem Grünen Landesrat
Kaineder, hätten geplante Preiserhöhungen bei der Fernwärme in
Vergangenheit gestoppt, erinnerte Kraus.
„Niemand darf sich heizen nicht leisten können“
Es ist unbestritten, dass die Klimaneutralität 2040 die Stadt vor
große Herausforderungen stellt. Allerdings habe die Stadt dafür Sorge
zu tragen, dass die Invesitionskosten der Energiewende nicht auf die
Endkund:innen abgewälzt werden, so Kraus. „In Summe gibt das kein
gutes Bild ab: Die Wien Energie hat massive Gewinne gemacht, treibt
vergleichsweise enorm hohe Preise bei den Wiener:innen ein und fällt
dann noch mit Intransparenz auf“, so Kraus und abschließend: „Die SPÖ
hat es in der Hand und muss hier aktiv werden. Niemand darf sich
heizen nicht leisten können. Es braucht gezielte Unterstützung durch
die Stadt und volle Transparenz.“