Grüne Transformation – Kreislaufwirtschaft als Schlüssel

St. Pölten (OTS) – Die jüngsten globalen Krisen haben gezeigt, wie
verletzlich
Lieferketten sind und wie rasch Rohstoffknappheit entstehen kann.
Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist daher entscheidend: Aus
Reststoffen werden wertvolle Rohstoffe, die regionale Versorgung
sichern und die Abhängigkeit vom Import reduzieren. Bei einem
Austausch von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Vertreterinnen
und Vertretern des Senats der Kreislaufwirtschaft und ecoplus
Geschäftsführer Helmut Miernicki standen die Potenziale der Branche
und die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Mittelpunkt. Diskutiert
wurden unter anderem die EU-Verpackungsverordnung (PPWR), das
Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) sowie Wege zur Entbürokratisierung und
Investitionsförderung.

„Niederösterreich soll Zentrum der Kreislaufwirtschaft werden.
Denn eine zirkuläre Wirtschaftsweise ist ein Schlüssel für
nachhaltiges Wachstum und Rohstoffsicherheit“, so Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner. Man setze auf Innovation und Kooperation, um
Arbeitsplätze zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen
zu stärken und wollen Ressourcen besser nutzen. „Das heißt, wir legen
auch mit unserer Wirtschaftsstrategie einen Fokus auf Bioökonomie,
Kreislaufwirtschaft, erneuerbare Energien und Ressourceneffizienz. Um
diese Ziele zu erreichen, gilt es, die bisherige wertvolle
Zusammenarbeit weiter zu intensivieren – vielen Dank an den Senat für
Kreislaufwirtschaft für die Arbeit für unser Bundesland“, betont Mikl
-Leitner.

Harald Hauke, Vorstandssprecher der ARA AG, unterstreicht: „Die
Kreislaufwirtschaft ist ein industriepolitisches Zukunftsfeld mit
starkem Wachstum. Niederösterreich verfügt durch Fläche,
Infrastruktur und funktionierende kommunale Strukturen über großes
Potenzial, ein führender Standort für Sortierung, Upcycling und
Recycling zu werden. Die Branche ist jetzt schon ein bedeutender
Wirtschaftsfaktor: 48.000 Arbeitsplätze und über 4 Milliarden Euro
beträgt die Wertschöpfung bereits heute in Österreich.“

Der Senat der Kreislaufwirtschaft, getragen vom ARA Verein mit
142 Unternehmen, die rund 140.000 Menschen in Österreich
beschäftigen, versteht sich als Plattform zur Vernetzung zentraler
Akteure und Akteurinnen und zur aktiven Mitgestaltung des Übergangs
zu einer starken Kreislaufwirtschaft in Europa.

Bereits seit 2021 treibt die ecoplus Plattform für Green
Transformation & Bioökonomie das Thema Kreislaufwirtschaft voran.
„Unser Ziel ist es, niederösterreichischen Betrieben den Einstieg in
das komplexe Themenfeld der biobasierten und klimaneutralen
Produktion zu erleichtern und hier Möglichkeiten und Chancen
aufzuzeigen. Kreislaufwirtschaft ist eines der strategischen
Handlungsfelder der ecoplus Plattform für Green Transformation &
Bioökonomie. Bereits davor gab es in den ecoplus Clustern zahlreiche
Kooperationsprojekte wie beispielsweise TEX2MAT, wo
Produktionsabfälle von technischen Textilien und Miettextilien
rezykliert wurden“, so ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Die ecoplus Cluster und Plattformen Niederösterreich bilden
zusammen mit den Technopolen das „Niederösterreichische
Innovationsökosystem“, ein Projekt kofinanziert von der Europäischen
Union.

Weitere Informationen bei der Wirtschaftsagentur ecoplus, Mag. (
FH) Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000 196 19, E-Mail m.steinmassl@
ecoplus.at