Wien (OTS) – Anlässlich des dritten Todestages von Jina Mahsa Amini
haben die
Grünen heute eine Mahnwache vor der iranischen Botschaft in Wien
abgehalten. Grünen- Klubobfrau Leonore Gewessler und die außen- und
europapolitische Sprecherin der Grünen, Meri Disoski, erinnerten
dabei an die junge Frau, die am 16. September 2022 in Folge von
Gewalt durch die iranische Sittenpolizei ums Leben gekommen ist:
„Heute vor drei Jahren starb Jina Mahsa Amini an den Folgen von
Gewalt und Misshandlung durch die Schergen des iranischen Regimes.
Verhaftet wurde sie einzig und alleine, weil ihr Kopftuch verrutscht
war. Ihr Tod ist Zeichen der ständigen Unterdrückung im Iran. Und ihr
Tod ist Symbol für den Widerstand dagegen. Denn die Folge waren
beispiellose Proteste für Frauen und Freiheit. Auch an all jene
mutigen Menschen – die ihre Stimme erheben und nicht schweigen –
wollen wir heute erinnern. Wir stehen an ihrer Seite. Und wir fordern
mit ihnen ein Ende der Repression“, betont Gewessler.
Disoski unterstreicht die Dringlichkeit klarer Konsequenzen:
„Folter, willkürliche Festnahmen und Hinrichtungen müssen sofort
gestoppt, politische Gefangene umgehend freigelassen werden. Das
iranische Regime begeht tagtäglich Verbrechen gegen die
Menschlichkeit und darf dafür nicht länger straflos bleiben.“
„Die Frauen und Männer in Iran riskieren ihr Leben für Freiheit
und Gerechtigkeit. Unsere Solidarität darf nicht symbolisch bleiben –
wir müssen sie aktiv und auf allen Ebenen unterstützen“, meint
Disoski weiter. Sie fordert ein konsequentes Vorgehen Österreichs auf
europäischer und internationaler Ebene: „Österreich muss das EU-
Sanktionsregime lückenlos mittragen und darf dem iranischen Regime
keine wirtschaftlichen Schlupflöcher offenlassen. Kooperationen wie
jene rund um MedAustron in Niederösterreich gehören auf den
Prüfstand. Kein Projekt in Österreich darf dem Regime weder direkt
noch indirekt dienen.“