Wien (OTS) – Lukas Hammer, Umwelt- und Energiesprecher der Grünen,
zeigt sich
betroffen über den Kahlschlag bei Umweltförderungen in Österreich:
„Umweltminister Totschnig kürzt die Förderungen für Heizungstausch
und Sanierungen massiv, während sein Ministerkollege Hanke Milliarden
für eine Autobahn durchs Naturschutzgebiet verbetoniert.“
In den letzten Jahren haben zigtausende Haushalte ihre alten Öl-
und Gaskessel durch Wärmepumpen und Pelletsheizungen ersetzt.
Gemeinden, Betriebe und Wohnungsbesitzer:innen haben Fenster
getauscht und Wände saniert. Die Regierung kürzt nun die Förderungen
deutlich. „Wenn die Regierung das tut, ohne gleichzeitig mit Gesetzen
für eine rasche Wärmewende zu sorgen, riskiert sie damit Jobs und die
Klimaziele“, kritisiert Hammer.
„Dieser Schritt führt zu Frust, obwohl Heizungstausch und
Sanierung mehr Lebensqualität, niedrigere Energierechnungen und mehr
lokale Jobs bringen. Gerade am Land und in kleinen Orten haben von
den Maßnahmen Häuser, Betriebe und die Gemeinschaft profitiert. Jetzt
droht Rückschritt statt Fortschritt“, warnt Hammer und hält fest:
„Die Regierung hat sich selbst zum Ziel gesetzt, bis 2040
klimaneutral zu werden. Dafür müssten jährlich rund 80.000 Heizungen
getauscht werden. Wie dieses Ziel nun erreicht werden soll, ist
völlig unklar. Die notwendigen Gesetze dafür hat Minister Totschnig
noch nicht vorgelegt – geschweige denn umgesetzt.“
Für Haushalte bedeutet die Kürzung zum Beispiel, dass – statt wie
bisher 23.000 Euro als maximale Förderpauschale – für eine Wärmepumpe
nur mehr 7.500 Euro zur Verfügung stehen. Für die Sanierung von
Wohnungen wird die Förderung halbiert. Einige Förderprogramme werden
gestrichen, zum Beispiel bei Krankenhäuser, Pflegeheimen,
Sportvereinen oder bei Gebäuden für Schutzbedürftige.