Wien (OTS) – „Die vom VCÖ aufgezeigten Rekordwerte beim
Kerosinverbrauch und bei
den klimaschädlichen Emissionen der heimischen Luftfahrt im Jahr 2025
sind ein deutlicher Weckruf für Bundesminister Hanke und seine
Regierungskolleg:innen. Erstmals wurden mehr als eine Million Tonnen
Kerosin vertankt und erstmals wurden über drei Millionen Tonnen
Klimagasemissionen verursacht. Hinzu kommen Rekordwerte bei
Luftschadstoffen und Fluglärm. Vor diesem Hintergrund ist es
unverständlich, dass SPÖ, ÖVP und NEOS beabsichtigen, die Flugabgabe
zu senken – obwohl diese lediglich einen kleinen Teil der
steuerlichen Begünstigungen der Luftfahrt ausgleicht. Angesichts der
aktuellen Entwicklungen wäre eine solche Maßnahme nicht nur
budgetpolitisch unverantwortlich, sondern auch klimapolitisch
kurzsichtig“, betont Elisabeth Götze, Verkehrssprecherin der Grünen.
„Statt weiterer Entlastungen für eine Branche, die bereits von
umfangreichen Steuerprivilegien – etwa beim Kerosin – profitiert,
braucht es jetzt gezielte Gegenmaßnahmen. Dazu zählen insbesondere
Schritte gegen das Wachstum von Privatjetflügen und besonders klima-
und umweltbelastenden Kurzstreckenflügen. Eine wirksam
weiterentwickelte Flugabgabe muss genau hier ansetzen. Auch
aggressive Steuervermeidungsstrategien einzelner Billigfluglinien,
die auf Kosten der Steuerzahler:innen, der Arbeitsbedingungen ihrer
Beschäftigten und der Fluggastrechte ihre Gewinne steigern, dürfen
nicht weiter begünstigt werden. Die Grünen bringen daher heute im
Nationalrat einen Antrag zur Beibehaltung und gezielten
Weiterentwicklung der Flugabgabe ein. Gerade von der SPÖ erwarten
wir, dass sie ihrem Anspruch gerecht wird und diesen Antrag
unterstützt – und damit zu einer gerechteren Ausgestaltung der
Flugabgabe beiträgt, die stärker auf große Verursacher abzielt“, so
Götze abschließend.