Wien (OTS) – Anlässlich des von den Grünen einberufenen
Klima-Nationalrats fordert
Greenpeace ein entschiedenes Anpacken in der österreichischen
Klimapolitik. Angesichts von Rekordhitze, Trockenheit und rasanter
Gletscherschmelze muss die Bundesregierung aus ihrer Schockstarre
erwachen und den Ausstieg aus fossilen Energien konsequent
vorantreiben. Statt echte Maßnahmen wie ein ambitioniertes
Klimagesetz, volle Fördertöpfe für Sanierungen oder
Mietrechtsreformen treibt die Regierung lieber teure Scheinlösungen
wie CCS voran. Klimaminister Norbert Totschnig muss beim Klimaschutz
das Wohl aller Österreicher:innen im Blick behalten, statt nur im
Interesse von Wirtschaftsvertreter:innen wie der WKO und IV zu
handeln, so die Umweltschutzorganisation.
Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace
Österreich: „Während uns Extremwetter und drastische Preissprünge bei
Öl und Gas vor dem nahenden Winter brutal vor Augen führen, wie teuer
uns die fossile Abhängigkeit zu stehen kommt, lenkt die Politik mit
Scheindebatten ab. Minister Totschnig muss aufhören, den Ausstieg aus
Kohle, Öl und Gas zu verschleppen und darf kein Geld beim
Umweltschutz kürzen. Die Bundesregierung muss jetzt endlich aus ihrer
Schockstarre erwachen, das Klimaschutzgesetz auf den Tisch legen und
den Weg für eine unabhängige, erneuerbare Energiezukunft frei
machen.“
Konkret fordert Greenpeace, dass CCS verboten bleibt, da die
Technologie klimaschädliche Treibhausgase nicht dauerhaft senkt,
sowie unsicher und teuer ist. Zudem muss fehlender Hitzeschutz
endlich als Mietminderungsgrund im Mietrecht verankert werden, um
wirksame Anreize für thermische Sanierungen zu schaffen. Dadurch kann
der Energieverbrauch gesenkt und Treibhausgase nachhaltig reduziert
werden.
Inhalte auf einen Blick
Thema / Anlass: Anlässlich des einberufenen Klima-Nationalrats
kritisiert Greenpeace die Untätigkeit der Bundesregierung beim
Klimaschutz.
Kritik: Die Bundesregierung hat noch immer kein wirksames Klimagesetz
vorgelegt und setzt stattdessen auf teure sowie risikoreiche
Scheinlösungen wie Carbon Capture and Storage.
Hauptforderung: Greenpeace fordert ein gesetzliches Verbot von CCS,
die sofortige Verabschiedung eines ambitionierten Klimagesetzes sowie
die Verankerung von fehlendem Hitzeschutz als Mietminderungsgrund.
Adressat: Bundesregierung, Klimaminister Norbert Totschnig,
Wirtschaftskammer Österreich und Industriellenvereinigung.
Quelle: Greenpeace Österreich