Wien (OTS) – Angesichts der bevorstehenden Debatte und des
Budgetbeschlusses im
Nationalrat schlägt Greenpeace Alarm. Obwohl Österreich erst vor
kurzem ungekannte Extremhitze durchlebt hat, legt die Bundesregierung
ein Budget vor, das beim Klima- und Umweltschutz massive Kürzungen
vorsieht. Gleichzeitig bleiben klimaschädliche Subventionen
weitgehend unangetastet. Die Umweltschutzorganisation fordert von
Klimaminister Norbert Totschnig insbesondere bei den Förderungen für
die thermische Sanierung deutlich nachzubessern und endlich ein
starkes und verbindliches Klimagesetz vorzulegen.
Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace in Österreich:
“ Wer inmitten von historischen Hitzerekorden beim Klimaschutz
knausert, handelt grob fahrlässig. Minister Totschnig setzt damit die
Gesundheit all derjenigen aufs Spiel, die in Hitzewohnungen bei über
30 Grad leiden müssen. Statt die Klimakrise weiter mit Milliarden für
klimaschädliche Subventionen anzuheizen muss die Bundesregierung
jetzt eine Sanierungsoffensive starten und Schulen, Krankenhäuser und
Wohnungen hitzefit machen.”
Laut den Plänen der Bundesregierung soll das Klima- und Umweltbudget
erneut um rund ein Drittel gekürzt werden. Entsprechend bleibt auch
ein Großteil der Gelder für die dringend nötige Sanierungsoffensive
auf der Strecke. Lediglich 160 Millionen stehen 2027 für thermische
Sanierungen zur Verfügung. Das ist so viel wie allein in den ersten 6
Wochen der Förderperiode 2026 bereits vergeben wurden. Gleichzeitig
lässt die Regierung die klimaschädlichen Subventionen weiterhin
großteils unangetastet. Während bein Klimaschutz immer weiter gekürzt
wird, starten bei den klimaschädlichen Subventionen erst ab dem Jahr
2028 Einsparungen mit gerade einmal 150 Millionen Euro, obwohl diese
Subventionen jährlich rund 5,9 Milliarden Euro ausmachen.