Wien (OTS) – Ein aktueller Marktcheck von Greenpeace hat Tomatensugos
in
österreichischen Supermarktketten nach ökologischen Kriterien
bewertet. Dabei zeigt sich eine deutliche Kluft: Während der Bio-
Anteil bei rein pflanzlichen Sugos bei 25 Prozent liegt, sind es bei
den besonders beliebten fleischhaltigen Sorten wie Sugo Bolognese nur
sieben Prozent. Beim ökologischen Sortimentsvergleich schneiden die
Märkte von Spar und MPreis am besten ab und belegen punktgleich Platz
eins. Greenpeace fordert mehr Auswahl an umweltschonenden Bio-Sugos,
vor allem bei den Sorten mit Fleisch und ein größeres Angebot an rein
pflanzlichen Sugos, auch mit Bolognese-Geschmack.
Gundi Schachl, Leiterin des Greenpeace-Marktchecks: „Auch in der
schnellen Küche braucht es gesunde und umweltschonend hergestellte
Lebensmittel in Bio-Qualität. Während bei pflanzlichen Sugos der Bio-
Anteil überzeugt, ist Bio-Fleisch die Ausnahme im Sugo-Regal: Bei
Sugo Bolognese und Co. sind es nur magere sieben Prozent.”
Zu geringer Bio-Anteil bei Sugos mit Fleisch
Fast die Hälfte der österreichischen Haushalte kauft Tomatensugo, ein
Viertel greift zur Fleischvariante. Dennoch findet sich in keinem
Sugo der bekannten Marken Barilla, Felix oder Inzersdorfer Fleisch in
umweltschonender, gentechnikfreier Bio-Qualität. Die strengen Bio-
Kriterien garantieren eine bessere Tierhaltung und weniger
Antibiotika-Einsatz. Bei der Herkunft des Fleisches fällt auf, dass
jeweils knapp die Hälfte aus Österreich oder der EU stammt, doch bei
den restlichen Produkten wurde Greenpeace die Herkunft nicht genannt.
Während Felix und Inzersdorfer Fleisch aus Österreich am Etikett
deklarieren, gibt Barilla die Herkunftsländer Italien und Frankreich
erst auf Nachfrage bekannt. Die Tomaten kommen bei allen geprüften
Sugos aus der EU.
Greenpeace fordert mehr Auswahl bei pflanzlicher Bolognese
Immer beliebter werden auch Sugos mit pflanzlichen Proteinen, vor
allem jene mit Bolognese-Geschmack. Die Proteine aus Soja, Erbsen und
Weizen kommen in der Regel aus EU-Ländern. Mehr pflanzliche
Lebensmittel und weniger Fleisch zu essen, schont nicht nur die
Umwelt, sondern ist auch gut für die Gesundheit. Greenpeace fordert
von Herstellern und Händlern ein deutlich größeres Angebot an
pflanzlichen Sugos in den Supermarktregalen, auch bei pflanzlicher
Bolognese. “ Pflanzliche Sugos punkten bei Umwelt und Gesundheit.
Veggie-Bolognese mit Soja-, Erbsen- oder Weizenprotein erfreut sich
steigender Nachfrage. Während klassische Supermärkte hier bereits
liefern, sucht man bei den Diskontern Hofer, Lidl und Penny
pflanzliche Bolognese noch vergeblich ”, sagt Schachl.
Den zusammenfassenden Websiteartikel finden Sie hier:
https://greenpeace.at/marktcheck/sugo-aug26/
Bildmaterial und Audio-O-Töne sowie weiterführende Informationen
finden Sie unter diesem Link : https://act.gp/MarktcheckTomatensugo
Unter Angabe der Credits © Mitja Kobal / Greenpeace stehen die Fotos
kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.
Inhalte auf einen Blick
– Thema: Greenpeace-Marktcheck kritisiert mangelndes Bio-Angebot bei
Tomatensugos mit Fleisch und geringes Angebot an pflanzlicher
Bolognese.
– Ergebnis: Nur sieben Prozent Bio bei fleischhaltigen Sugos, während
pflanzliche Sugos 25 Prozent erreichen. Discounter führen keine
Veggie-Bolognese und große Marken bieten kein Bio-Fleisch.
– Hauptforderung: Mehr Auswahl an Bio-Sugos mit Fleisch und ein
größeres Angebot an rein pflanzlichen Sugos in allen Supermärkten.
– Adressat:in: Diskonter und Markenhersteller wie Barilla, Felix und
Inzersdorfer.
– Quelle / Material: Greenpeace Österreich /
https://act.gp/MarktcheckTomatensugo