Wien (OTS) – Greenpeace zeigt mit einer aktuellen Händlerbefragung (
act.gp/Drogerien-PFAS ): BIPA verbietet als einzige der drei
befragten großen Drogerieketten den Einsatz von PFAS in den Kosmetik-
und Pflege-Eigenmarken. Damit zeigt das Unternehmen, dass eine große
Drogerie in diesem Bereich ohne Ewigkeitsgifte auskommt. Auch dm hat
PFAS weitgehend aus seinen Eigenmarken verbannt. Einzig die Drogerie
Müller äußert sich nicht zu PFAS in ihrer Eigenmarken-Kosmetik. Es
ist zu befürchten, dass hier teils gesundheitsschädigenden
Ewigkeitsgifte weiter zum Einsatz kommen. Greenpeace fordert deshalb
alle Drogerien und Kosmetikhersteller auf, PFAS schnellstmöglich aus
all ihren Produkten zu verbannen.
Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich: „BIPA
zeigt, dass Kosmetik und Pflege auch ohne Ewigkeitsgifte gehen. Was
bei einem großen Drogeriehändler bereits heute möglich ist, muss
jetzt zum Standard für den gesamten Markt werden. Kein Mensch braucht
PFAS-Gifte in der Gesichtscreme, der Zahnseide oder den
Rasierklingen. Jetzt müssen auch die anderen Händler nachziehen und
PFAS aus ihren Produkten verbannen.“
BIPA zeigt: Kosmetik ohne PFAS ist möglich
BIPA macht vor, dass ein großer Händler bereits heute auf den Einsatz
von PFAS in Kosmetik und Pflege verzichten kann. Das bestätigt auch
die aktuelle Greenpeace-Befragung der drei großen Drogerieketten in
Österreich: BIPA erreicht acht von zehn Punkten und liegt damit vor
der Drogerie dm mit sieben Punkten. dm schneidet schlechter ab, weil
sie das PFAS-Polymer PTFE, besser bekannt als Teflon, nach eigenen
Angaben noch in zwei Rasierklingen und einem Zahnband seiner
Eigenmarken einsetzen, arbeiten aber bereits am Ersatz. Bei Labor-
Kontrollen der Kosmetika auf PFAS schneidet dm besser ab als BIPA.
Müller beantwortete zentrale Fragen zu PFAS in seinen Eigenmarken
nicht und erreicht nur 0,75 Punkte.
PFAS stecken in zahlreichen Alltagsprodukten, die Menschen jeden Tag
direkt auf ihrer Haut tragen. Die Chemikalien können Produkte
beispielsweise wasserabweisend machen oder ihre Gleiteigenschaften,
wie bei Rasierklingen, verbessern. Einmal in die Umwelt gelangt,
werden sie aber kaum abgebaut. Einige PFAS können zudem die
Gesundheit schädigen und Krebs erregen.
Greenpeace fordert PFAS-Ausstieg im gesamten Handel
Greenpeace fordert alle Drogerien und Kosmetikhersteller auf, dem
Beispiel von BIPA zu folgen und den bewussten Einsatz sämtlicher PFAS
in ihren Kosmetik- und Pflegeprodukten zu beenden. Auch bei dm müssen
die letzten Produkte jetzt endlich PFAS-frei werden. Schlusslicht
Müller muss endlich offenlegen, inwieweit PFAS in den Eigenmarken
eingesetzt werden und welche Kontrollen es hier gibt. Bei Händlern
müssen klare Vorgaben für Lieferanten und regelmäßige Kontrollen
sicherstellen, dass PFAS nicht mehr in den Regalen landen.
Gleichzeitig fordert Greenpeace von Umwelt- und Chemikalienminister
Norbert Totschnig, ein nationales PFAS-Verbot für Kosmetik- und
Pflegeprodukte voranzutreiben und sich auf EU-Ebene auf ein Verbot
aller PFAS einzusetzen.
Die gesamten Ergebnisse der Greenpeace-Drogeriebefragung:
act.gp/Drogerien-PFAS
Inhalte auf einen Blick
– Anlass : Bei Greenpeace-Händlerbefragung zu PFAS in Kosmetik- und
Pflege-Eigenmarken der drei großen österreichischen Drogerieketten in
Österreich geht BIPA als Sieger hervor.
– Ergebnis : BIPA verzichtet bei Eigenmarken-Kosmetik und -Pflege auf
PFAS (8/10 Punkte). dm setzt PFAS noch in drei Eigenmarkenprodukten
ein (7/10) , bei Müller herrscht Intransparenz (0,75/10).
– Hauptforderung : Greenpeace fordert vom Handel garantiert PFAS-
freie Kosmetika sowie von Umweltminister Totschnig ein nationales und
EU-weites Verbot.
– Adressat:innen : Österreichischer Drogerie- und Kosmetikhandel,
Umwelt- und Chemikalienminister Norbert Totschnig.
– Quelle / Material : Greenpeace Österreich / act.gp/Drogerien-PFAS