Wien (OTS) – Die Klimakrise macht den Sommer in Österreich zunehmend
zur
gesundheitlichen Belastung. Besonders für die ältere Generation
können hohe Temperaturen in den eigenen vier Wänden zur Gefahr
werden. Greenpeace kündigt daher heute den Start einer neuen
Messreihe an: Gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien (
BOKU) sowie dem Österreichischen Seniorenrat – dem Dachverband der
großen Seniorenorganisationen – werden in den kommenden Monaten die
Temperaturen in Wohnungen von älteren Menschen in Wien genau
dokumentiert. Ziel ist es, erstmals umfassende Daten darüber zu
sammeln, wie stark diese Bevölkerungsgruppe in unterschiedlichen
Wohnsituationen unter der Sommerhitze leidet.
Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich:
„Die extremen Hitzewellen der letzten Jahre haben gezeigt, dass
unsere Wohnungen für viele Menschen zu riskanten Hitzefallen werden.
Seniorinnen und Senioren sind besonders gefährdet, weil der Körper im
Alter hohe Temperaturen nicht ausreichend regulieren kann und
Vorerkrankungen das Risiko weiter erhöhen. Mit den diesjährigen
Messungen wollen wir die tatsächliche Belastung in den Wohnräumen der
älteren Generation sichtbar machen.”
Im vergangenen Jahr durchgeführte Messungen von Greenpeace und der
BOKU dokumentierten in Wiener Wohnungen und einer Wiener Schule
bereits teils gesundheitsgefährdende Temperaturen von über 35 Grad.
In diesem Jahr liegt der Fokus spezifisch auf der älteren
Bevölkerung, um auf ihre besonderen Bedürfnisse und die
gesundheitlichen Risiken in der Klimakrise aufmerksam zu machen. Die
Sensoren der BOKU erfassen dabei über den gesamten Sommer hinweg
sowohl die Innenraumtemperatur als auch die Luftfeuchtigkeit in den
Wohnräumen. Die Ergebnisse der diesjährigen Messreihe werden nach
Abschluss der Sommermonate im Rahmen einer detaillierten Auswertung
präsentiert.